Herbst 2020

Hier ist ein aktuelles Künstlerbuch zum Kippen zwischen Sommerfreiheiten und Herbsteinkehr, Arbeit und Ernte, Bewegung und Ruhe.

Technisch handelt es sich um Linol- und Holzschnittdrucke, doppelseitige Zeichnungen auf Transparent, die Texte sind bis auf einen im Klischeedruck digital gesetzt und gedruckt.

Constanze Kreiser 2020 (ca. 21/21 cm, 16 S. Preis auf Anfrage)

Welttag des Druckkunst 15.3.2020

Logo TdD_2020_rgb

https://www.tag-der-druckkunst.de/veranstaltungen/liste

OnlineAusstellung DruckGraphik

in der Reihenfolge ihres Eintreffens:

 


 

Christiane Keppler   Doppelseite Künstlerbuch „Was macht der Mond am Tag“  (2018)

christiane keppler künstlerbuch - was macht der mond am tagCollage / Texte: Christiane Keppler – Siebdrucke: Corn.elius Brändle (Berlin)


 

Anna Werkmeister   SZ 4 + H1

SZ 4 +H1

2015, 30,6 x 23,5 cm, EA, Holzschnitt+Zeichnung


 

Ulrich Tarlatt   basalt und noise

 

2 unikat-holzdrucke über alte franz. buchseiten aus memoires d’un cheval (90iger jahre)


 

Eberhard Hartwig, REEDE I

SONY DSCAquatinta und Strichätzung, 8,4 x 40 cm, Auflage: 5 Exemplare 11/2009


 

Masako Uchida – crossover interlude-B

crossover interlude-B

copper print 125×130mm


 

Susanne Walter   piece of wood

 

piece of wood no. 1 – Holzschnitt an und auf Holz, 20 x 7,5 x 2,5 cm (2013)

piece of wood no. 23 – Holzschnitt an und auf Holz, 10 x 4,5 x 3,5 cm (2013)

piece of wood no. 28 – Holzschnitt an und auf Holz, 17 x 7 x 4 cm (2013)


 

Carsten Borck

Fischschwarm

Möbiusschwarm 1./8    Kaltnadel 2020  15/10,5 cm  „© VG Bild-Kunst, Bonn 2020“


 

Steffen Thiemann

Grüsse

(10,5 x 15) Holzschnitt von 2018


 

Juan Salazar (Santiago de Cuba), Colografie, 2007

11032020 B

aus der Serie: quando la conciencia invade el alma, 70 x 50cm


 

Birgit Nass    „Zweiter Gesang“,

Zweiter Gesang

Kaltnadelradierung auf Tetrapak, überdruckte Collage, Auflage 1, 20 x 40 cm, 2016


 

Mirtya Huizzi G.  A landscape of Sella.

dav

Color engraving at Carborundum. Drypoint. Three plates of acetate.
Engraving paper Canson Edition. 16.5 x 22 cm. Print size: 10 x 10 cm.


Jeannette Goldmann
“dafür”
Holzschnitt 2015
50 x 70 cm
Probedruck

Jeannette Goldmann

“dagegen”

Holzschnitt 2015

50 x 70 cm

Probedruck


 

Christiane Wartenberg

für-Constanze-Bobrowski-1


 

Deborah S. Phillips   Grünvertgreen

gruenvertgreen

DIN A3, Litho & Bleisatz auf Alt Nürnbergpapier  2017 (aus dem Grünbuch)


 

Rudolf Sittner, Intima (Linolschnitt 2007)

intima

Text Gabriela Mistral (chilenische Nobelpreisträgerin), 44 x 31 cm, 10 Stück


 

Fliegenkopf (Christa Schwarztrauber) Eugen Gomringer   Konkrete Poesie – du blau…

Eugen Gomringer - du blau, du rot...

6-teiliges Leporello in Umschlag eingeklebt

Handsatz, Handdruck, Auflage 15 Exemplare, Seitenformat: 16,5 x 35 cm

signiert vom Autor


 

Skadi Engeln   La visite de Cacahouète à mon atelier

LaVisitedeCacahoueteamonatelier7_3_3_40x60cm_50x70cm_holzdruck2019_1500

2019 Variation 7 (3/3) Holzdruck, 40 cm x 60 cm auf 50 cm x 70 cm Dorée 170 g


 

Annegret Frauenlob

Umiarissaat

 


 

Tilman Rothermel (2013 )110320206-farbige Lithografie, 35×54,5cm,  – Druckwerkstatt: TS-Art-print, Prag/CZ


 

Daniela Baumann  crushed idyll

crushed_idyll_Daniela_Baumann100 x 140 cm  Unikatdruck: Linoldruck und Monotypie 2020


 

Eva Schnitzer   Ohne Titelot

2020, 50×35 cm, Auflage 1, Holzschnitt mit 2 Platten


 

Constanze Kreiser   ‚grünbergige Landschaft‘

Grüne bergige Landschaft 2019 Holzschnitt (13-16 cm ca.)

Holzschnitt 2019   „© VG Bild-Kunst, Bonn 2020“


 

 

KünstlerischeDrucktechniken

Herzlichen Dank allen beteiligte Künstler:

 

  • Baumann, Daniela
  • Borck, Carsten
  • Engeln, Skadi
  • Frauenlob, Annegret
  • Goldmann, Jeanette
  • Hartwig, Eberhard
  • Huizzi, Mirtya
  • Keppler, Christiane
  • Kreiser, Constanze
  • Nass, Birgit
  • Phillips, Deborah S.
  • Rothermel, Tilman
  • Salazar, Juan
  • Schnitzer, Eva
  • Schwarztrauber, Christa
  • Sittner, Rudolf
  • Tarlatt, Ulrich
  • Thiemann, Steffen
  • Uchida, Masako
  • Walter, Susanne
  • Wartenberg, Christiane
  • Werkmeister, Anna

Einladung in das wunderbare Oderbruch

 

Einladungskarte-19.7. für Mail

 

Nehmt Euch Zeit für ein entspanntes Wochenende für die Augen und die Ohren!

Alle 2 Jahre veranstaltet Christiane Wartenberg einen Austausch zum Thema Künstlerbücher und diesmal sind sehr viele besondere Buchkünstler vertreten.

Ich freue mich als Buchkünstlerin des Landes Brandenburg mit dabei sein zu dürfen.

 

 

 

 

Tag des offenen Ateliers in Potsdam

 

Am 5.5.2019 hatten etliche Künstler in Potsdam und Umgebung wieder ihre Ateliers von 11.00 -18.00 Uhr geöffnet.

Das Kulturbüro bot eine Bustour mit Tina Flau, selbst Potsdamer Buchkünstlerin, an.

Frau Flau hatte im Vorfeld 5 Künstler im Norden Potsdams besucht und stellte sie uns während der Fahrt kompetent vor. Die Zeit in den Ateliers war trotzdem meist zu knapp. Aber diese Auswahl ergab am Ende einen beeindruckend runden Eindruck: selten erfuhr ich in kurzer Zeit so viel über verschiedene künstlerische Annäherungen und Techniken. Großartig war der Abschluß im Künstlerbuchkabinett von Mike Bruchner: ein Riesentisch voller Künstlerbücher. Und alle durften selbst geblättert werden!

Hier eine kurze Vorstellung:

 

KATRIN NEUBERT – Keramik

Katrin Neubert arbeitet als Künstlerin an der Grenze zwischen Biologie und Spiel, Installation und Nutzgegenständen.

 

CHRISTIAN FLEMING & WOLF-DIETER PFENNIG

zeigten in wunderschönem Garten und selbstgebautem Atelier dichtgedrängt Gebrauchsgraphik, Plakatkunst, Graphik und Malerei. Leider scheine ich im Atelier kein Bild gemacht zu haben …

 

ATELIER IN DER REMISE

Im Atelier in der Remise haben sich Kornelia Dannenberg-Zwanziger und Ralf Zwanziger beeindruckende Arbeitsräume geschaffen: auf 2 Etagen vielfältig miteinander verbunden und durch Lager und WC getrennt zugleich. Auch hier mit Gartenzugang. Idyllisch. Gezeigt wurde Malerei und Zeichnung von gegenständlich bis abstrakt.

 

SUSANNA TARAS

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ist bekannt für ihre Knüpfarbeiten. Auch sie befasst sich intensiv mit der Natur, zumeist mit Pflanzen in Übergrösse, aber maßstäblich. Die Teppiche im Vordergrund sind eher Ausnahmen: geometrische Figuren, auch weisen die Neonfarben auf die verwendeten Kunststoffgarne hin, während Susanna Tars sonst selbstgefärbte Wollgarne bevorzugt.

 

MIKE BRUCHNER

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Hier ein Blick in den opulent mit Kunstwerken bestückten Raum. Ungeheuer anregend und vielfältig. Mike Bruchner zeigte zeitgleich in getrenntem Atelier Malerei.

Das besuche ich dann nächstes Mal.

 

 

HKW Berlin – Das Neue Alphabet 2019-21

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Ist eine Vielfalt von Sprachen, Schriften, Wissensproduktionen und Lernweisen jenseits der universellen Matrix eines einzigen Alphabets denkbar? Lassen sich gemeinsame Referenzpunkte finden und ist kollektives Handeln möglich, ohne alles auf einen Nenner zu bringen? Wie kann Wissen gleichzeitig ortsgebunden und global relevant sein?

Alphabete sind spezifische Formen phonografischer Zeichensysteme, die auf einer begrenzten Zahl klar unterscheidbarer Symbole basieren. Die Buchstaben eines Alphabets können kombiniert werden und bieten scheinbar unendliche Möglichkeiten semantischer und operationaler Kodierungen. Die Philosoph*innen der Aufklärung glaubten deshalb, dass nur die europäischen Alphabete für die Freiheit des Denkens geeignet wären. Als universalistische Matrix, die jegliche sprachliche Äußerung in ein abstraktes System fasst, stellt ein Alphabet aber nicht zuletzt auch eine imperialistische Infrastruktur dar. Sind Algorithmen, der Binärcode und die DNA die Alphabete von heute? Und welche Möglichkeiten wären denkbar, solche textlichen Infrastrukturen neu zu kodieren oder zu konterkarieren?

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Der Titel des nächsten HKW-Langzeitprojekts, Das Neue Alphabet, versteht sich als Diagnose und Polemik zugleich: Lokale, undurchsichtige oder marginalisierte Wissensformen weichen mehr und mehr abstrakten universalisierenden Strukturen. Das Projekt macht es sich zur Aufgabe, Strategien des Widerstands gegen solche Prozesse forcierter Alphabetisierung zu identifizieren – oder sie zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf künstlerischen Methoden der Aneignung und Kreolisierung (und ihrer Bedeutung im Kontext der Alphabetisierung).

 

siehe auch meinen blog     Digitale Universalschrift 

 

 

 

 

 

Schreiben ist Zeichnen?

 

Im Buch „Musenküsse“ von Mason Currey kann man lesen, dass Charles Dickens durchschnittlich 2.000 Wörter pro Tag schrieb, an guten Tagen das Doppelte.

 

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erste Radierversuche Constanze Kreiser Wolfenbüttel Bundesakademie 2018

 

Ich drucke an guten Tagen ca. 120 einfarbige Linoldrucke, schreibe an wenigen Tagen mehr als 5 Seiten mit etwa 150 Wörtern.

 

Ist jedes Zeichen Schrift?

 

 

 

Palais Populaire

Das neue Kunsthaus der Dt. Bank direkt neben der dt. Oper am unteren Ende Unter den Linden 5 in Berlin ist im September mit viel Medienrummel eröffnet worden: doch wie ist es dort?

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Auf der gegenüberliegenden Wasserseite auf jeden Fall noch sehr viel Baustelle.

Das ehemalige Prinzessinenpalais hat – davon abgewandt – seinen Eingang zum Bebelplatz. Man wird per Rampe direkt in Shop und und wartesaalartiges Café mit schlechtestem Service geleitet. Von dort aus in schmalen Gängen in ein dunkles Treppenhaus und 3 Etagen mit dem Charme einer Tiefgarage. Kunstlicht der einfachsten Art als Beleuchtung. Wegeführung nach dem Modell Irrgarten. Immer wieder findet man sich vor Nebenräumen wie Fahrstuhl, WC oder Abstellkammer. Was kein Problem ist, denn die sind genauso lieblos gestaltet wie die Ausstellungsräume. Aufenthaltsqualität gleich Null. Architektonisch gibt es schon mal nichts zu sehen.

Und von den vielgepriesenen Crossoverprojekten, was findet man da? Nichts. Einen traurigen Stand der Sporthilfe im Vorraum des Treppenhauses im Keller. Der Mitarbeiter rechnet schon gar nicht mehr damit, dass jemand an seinem Stand Interesse zeigt.

Die Papierarbeiten sind in willkürlicher Zusammenstellung über 3 Geschosse verteilt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ein grosses Beuys Kabinett, sehr eng gehängt und nur benutzbar, wenn man allein drin steht. Weitere berühmte Namen, tlws. mit wenig überzeugenden Arbeiten. Wenig bekannte Namen mit großformatigen Sammelsurien, auch diese so gehängt, sodaß man sie selten im Ganzen erfassen kann. Eine Aussage zum selbstgewählten Thema Papier nicht zu finden, konventionelle Zeichnungen, Druckgrafiken, Collagen – so what?

 

 

 

 

 

Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben

Fast ein Jahr lang  – vom 26.5.2018-28.4.2019 – zeigen Rosy Loy und Neo Rauch unter dem Titel ‚Die Strickerin‘ eigene und gemeinsame Arbeiten in den Räumen der Stiftung auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik Bestehorn .

Die Ausstellung ist in den Wintermonaten Nov-Jan. Mi-So von 10-16.00, ab Februar von 11-17.00 Uhr geöffnet.

Eine lange Treppe, weiss gestrichene Wände, von oben belichtet, führt nach oben in die Galerie, eine langgestreckte Raumfolge mit gedämpftem Seitenlicht.

Die Arbeiten verbreiten eine eigene Aura, fast wie in einer Zeitreise entstehen fremde Welten,: Die Graphiken zeigen märchenhaft-archäotypische Situationen in ungewohnten Farbstellungen oder Arbeitssituationen verschiedener Epochen in unerwartbaren Umgebungen, sie erzählen Geschichten, die mittendrin zu beginnen scheinen. Fein gezeichnete Gesichter erlauben den Einstieg in vielfältigste Erzählungen, wie in einem Bilderstrom sprechen alle gleichzeitig, es sind Einzelerzählungen und die Aufhebung des Erzählten im allgemeinen Wissens- und Erfahrungsschatz.

 

Das Gebäude der früheren Papierfabrik von Bestehorn und späteren VEB Optima wurde anläßlich der Landesgartenschau 2010 zum Bildungszentrum mit Schule, Mensa, Galerie, Weiterbildung von den Stuttgarter Architekten lederer-ragnarsdottir-oei umgebaut, ebenso wurde der Bahnhof saniert. Die beiden Gebäude in zentraler Lage sind über einen Park in miteinander verbunden.

Der Stadtpark war zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Friedhof angelegt worden und wurde bis 1866 als solcher genutzt. Später war er eine Grünfläche mit einem zu DDR-Zeiten gebauten Thälmann-Denkmal. Gleich nebenan befindet sich ein in den 1930er Jahren angelegtes Rosarium, das im Zuge der LAGA wiederbelebt wurde.