Springtimeproject – ein Leporello

 

 

 

 

Eine Fingerübung zum Thema Leichtigkeit, Licht und Wachsen. Pflanzendrucke, Zeichnungen, Gouache, Linolschnitt. Holzstempelbuchstaben. Kleine handschriftliche Gedankenfragmente zu Lebenslinien und -annahmen. Inklusive dem Versuch, Buchstaben ins Bildgeschehen zu integrieren. 100 % Handarbeit.

 

 

 

 

 

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Odine Langs ‚FOLIA‘ in Wolfenbüttel

Von der Ausstellungseröffnung am 9.5.2019 18.00 Uhr

Endlich eine Ausstellung der Arbeiten der Aachener Künstlerin in der Wolfenbütteler Herzog August (HAB) Bibliothek!

 

 

Odine Lang versteht Bücher als Erkundungsräume und hat sich entsprechend mit den Räumen der Bibliotheca Augusta auseinandergesetzt: der symmetrischen Augusteer-halle, allseits mit wunderbaren Büchern bestanden, aber in der Mitte leer; mit den einzelnen Vitrinen und der parallel laufenden Ausstellung ‚ausdrucksvoll‘.

Herausgekommen ist etwas, was der Leiter der HAB, Herr Prof. Burschel, in seiner Rede als Hybridisierung beschreibt: ein vorsichtiges Annähern an das Vorhandene, was aber nicht ohne Auswirkungen bleibt und neue Mischformen erzeugt. Frau Langs Arbeiten finden sich an unerwarteten Stellen im Dialog mit historischen Büchern in den Vitrinen wieder, bieten sich großzügig zum eigenen Blättern an und zeigen uns an scheinbar pflanzlichen Objekten unablässig, wie Form weitere Formen generiert. Vom Mandel- zum Pinienkern führt uns eines der Bücher. Metamorphosen der eigenen Art, mit Augenzwinkern und trotzdem quasi zwangsläufig.

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Im Gespräch mit Sarah Kuschel, Programmleiterin Kunst der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, an der Odine Lang regelmäßig unterrichtet, entwickelt Frau Lang anhand von Bildern nicht ausgestellter Kunstwerke ihre Arbeitstechniken. Technisch handelt es sich um Forschungen zum Buch – aber: kein einziges sieht so aus wie die Bücher in den Regalen ringsum, nur wenige von Odine Langs Buchobjekten verwenden Text – und doch: sie versteht es, die Ähnlichkeiten zum gewählten Bezugsmedium Buch auch in ihren skulpturalen Arbeiten sichtbar zu machen. Eine Zeitlichkeit des Entdeckens, das Vorhandensein einer festeren Aussenhaut und ein zu schützendes Inneres, eine Art immanente Entwicklungsgeschichte.

20190509_183812Die Bücher erzählen von Neophyten und deren Überwältigungsstrategien, von Frau Langs eigenen Versuchen, sich die neue Umgebung über deren Vegetation zeichnerisch anzueignen. Im Malerbuchkabinett finden Pflanzen Metamorphosen in kleineren Faltbüchern und Leporellos statt, vielfältigste Formen auch hier, auf Küchenkrepp, als Abdrucke und Palimpseste, eine große Materialvielfalt bei einer reduzierten Farbigkeit zwischen braun und cremeweiß bindet die Verschiedenartigkeiten zusammen.

 

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Braun und cremeweiß ist auch die pflanzenartige Skulptur, die nun mitten in der Augusteerhalle vor der dunklen Decke leuchtet und einen Ort zum Gespräch ausweist.

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Odine Langs Arbeiten sind zur Zeit auch in Köln, Almelo und in Aachen zu sehen: Künstlerbücher und Rauminterventionen.

Mehr unter http://www.odinelang.de/aktuelles.html

 

 

FOLIA läuft bis 4.August in der Herzog August Bibliothek Lessingplatz 1 in Wolfenbüttel

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Odine Langs Pflanzen kann man beim Wachsen zusehen copyright Foto Constanze Kreiser 2019

Di-So von 10-17 Uhr geöffnet – absolut sehenswert!

 

 

SW>Y>PE ::: V, VI und VII

 

researching on one-dimensional communication in digital answering machines

 

SW>Y>PE ::: V

SW>Y>PE TOUCH I

TOUCH I is all about haptics and hygenics, surrounding the body’s borders. The wish for physical contact, ensurance, warmth and the non-touching society rules neglecting the body are opposed.  The limited possible actions with a digital answering/vending machine are frustrating. Dark layers of roughness prevail under and above the transparent glasses of enlightenment.

 

 

 

 


 

SW>Y>PE :::  VI und VII

 

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C.kreiser 2019 SWYPE

putting the data exchange closer to the body: skin contact chains

 

SW>Y>PE TOUCH II and III

Chains for the daily wear, not to be opened, to ensure a permanent contact. The man-machine interface is working ist way closer to the body, even into it, comiing nearer and nearer to the brain to make the vision of thought control come real. Improvement of mankind aswell.

Brain-enhancement by chemistry will be followed by digital devices. The chains are bi-directional: they may do the wearer some good, but they also (and much better so) serve undefinded others. Beauty and horror are intermingled.

 

 


Taking part in a conceptual project of Caren Florance about swiping technologies:

Write me a script for the zine. Send me your script with instructions as to pagination, and let me know if there’s a special spot on a page where something particular should go. If you’d prefer, I can send you the digital file and you can interact with the pages directly using Photoshop or any other graphic software, then send them back to me. Once you have participated, I will send you the link to the other contributions. You will also receive five physical copies (and you can buy more very cheaply). I am planning to create a web version where people can click in and out of the various versions. Of course, the other participants and their versions are out in the open now, but everything else still stands.

 

 

 

Schrift und Bild

 

Wie Wörter Bildräume öffnen oder verschliessen, war Gegenstand unseres Gemeinschaftsprojektes Frühling:


 

zu einem Text von Gabriele Stolz:

Schwarz im Weiß
geschieht es.
Umgekehrt
wälzt auch dieser Tag
sich langsam
durch das Gelb.

 

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Springtimeproject 2019 -Trio I

 

Eva Schnitzer + Constanze Kreiser + Margret Lochner

 

 

3 Künstlerinnen arbeiten mit Montypien und Holzlettern zum Thema Frühling
Springtimeproject 2019 Trio II

 

 

 

 

 

 

SW>Y>PE ::: III und IV

 

Blow-up –  SW>Y>PE projects inspired by Caren Florance

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SW>Y>PE DOORS tries to make this nothing to declare attitude of digital technology visible. By blowing it up, changing the scale. I made different associations shine up, the surfaces are haptic instead of swift, I opened up comparisons with doors, which everyone has learned to handle. Doors as borders of interior and exterior, like the lid of a book or a box, something you can go beyond.

Flat screen is a word to disguise the massive techniques behind itself. An analogue characteristic word stands for an non-descripted content. No clue is given to:

20190318_153346How it works – Why it works – Who made it what for?

McLuhan stated a rivalry between former and new techniques that leads the new to embody parts of the old. Flat rectangles of course remind us of a sheet of paper. New technology tries to make itself well renowned to gain acceptance for something different/new.

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on flatness – foto c.kreiser 2019

Flatness has become a non content advertising expression with supposed positive connotations. But why? What is positive on flatnesses? Flat used to be boring…countryside, women, texts… What kind of flatness is the one the new style aims at?

 


 

Surfaceness –  Looking behind the scenes

SW>Y>PE projects inspired by Caren Florance

 

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Another attempt to deal with the obvious: a promising surface is a curtain to what? An artwork for pesky curious noses and hands: looking behind a forbidden border.

 

 

Chambre subtil in Potsdam

Eine monatliche Sonntagsmatineé mit Albrecht Walter.

Seit 7 Jahren befasst sich der aus München zugezogene Albrecht Walter autodidaktisch mit Künstlerbüchern. Seit etwa einem Jahr gibt es in der Charlottenstr. 121 in Potsdam einen von ihm gestalteten Raum, der wechselnde eigene und fremde Werke auf 6 schwarzen Schultafeln zeigt: seine Unikathek, in der auch die Vorführungen seiner Bücher stattfinden.

Er behandelt in seinen etwa 40 unterschiedlich großen Exemplaren, die bislang entstanden sind, Text- und Bildzusammenhänge, kreist um Sprache(n), ringt den Wörtern Bedeutungen ab, sucht nach Rhythmen.

Albrecht Walter während der Lesung am 10.3.2019

Dies ist auch wörtlich zu nehmen, da er seine Lesungen auf den unter-schiedlichsten Instrumenten selbst begleitet. Am verregneten Vormittag des 10.3.2019 hat er Zungeninstrumente mitgebracht, also Mundharmoniken und eine alte Concertina. Er spielt mit Tönen und mit der Luft, die die Technik der Concertina hörbar macht. Er bläst in mehrere Mundharmoniken gleichzeitig, tlw. auch mit der Nase, verdichtet diese Akkorde in einem selbstgebauten Schalltrichter zu einem sehr sauberen, weichen, umfassenden Klangkörper.

Nach etwa einer Stunde Vorführung gibt es die Gelegenheit, in den mitgebrachten Büchern zu blättern, lockere Gedankenfolgen, Aphorismen in sauberer Handschrift stehen jeweils kleinen Grafiken gegenüber.

Jedes Buch beginnt mit der Wahl des Titels und der Malwerkzeuge samt deren Farbraum. Es wird dann Stück für Stück gefüllt. Gern wäre man dabei, um diesem stillen Arbeiten und Nachdenken, das sich vom Bild zum Satz und zurück bewegt zu zusehen oder sogar nachzueifern.

Die nächste Sonntagsmatinee findet jeweils am 2. Sonntag des Monats, also am 14.4.2019 statt, dann evtl. sogar schon in dem kleine Innenhofgärtchen.

SW>Y>PE ::: I und II

Taking part in a conceptual project of Caren Florance about swiping technologies:

Write me a script for the zine. Send me your script with instructions as to pagination, and let me know if there’s a special spot on a page where something particular should go. If you’d prefer, I can send you the digital file and you can interact with the pages directly using Photoshop or any other graphic software, then send them back to me. Once you have participated, I will send you the link to the other contributions. You will also receive five physical copies (and you can buy more very cheaply). I am planning to create a web version where people can click in and out of the various versions. Of course, the other participants and their versions are out in the open now, but everything else still stands.

https://carenflorance.com/#

Was ist Swipen?

Um auch längere Texte auf mobilen Geräten einfach und schnell tippen zu können, entwickelte die Firma Swype Inc. 2008 die neue gleichnamige Technologie Swype. Diese beinhaltet grob gesagt, dass aus einer kontinuierlich gezogenen Linie über die benötigten Buchstaben das daraus wahrscheinlichste Wort ermittelt wird.

I am pondering about the surfaceness of glassed screens, touch panels, which enable the soft swiping movements nearly without touching, without any physical effort, without any physical resistence.

This little attempt is all about pressure and leaving impressions.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

The historic attempts before swiping of making something move or starting a machine might have been:

carrying – children, goods,

a sound or a sign with the arm – to let animals start working

tearing – a vehicle, a sledge, some animals

pressing and turning – a handle, a wheel, the heater, the doorknob

pushing and pulling – a button, a door,

which means:  giving one’s own power to make something move

This little attempt is all about the structure of conception.

there are more to follow …

Hedi Kyle – In Falten gelegt

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Hedi Kyle, Ulla Warchol – In Falten gelegt (Hauptverlag CH 2018)

Das Buch von Hedi Kyle und ihrer Tochter Ulla Warchol zeigt handgemachte Bücher. Aber nicht gebunden und genäht, sondern aus vielfältigsten Materialien gefaltet. (2018 im Hauptverlag erschienen, 29,90 €) Es enthält unglaubliche Anregungen, die mit ganz klaren Arbeitsschritten für jeden nachvollziehbar sind. Ich habe es selbst probiert: 100% Erfolg! Hier ein paar eigene Beispiele aus der letzten Woche:

 

 

Die Gestaltung des Buches von Alexandra Coco ist wunderschön, die Fotos von Paul Warchol sind klar und atmosphärisch zugleich, der Satz und die Zeichnungen lassen beim Lesen Luft. Wer möchte, kann die Freiräume auch für eigene Randnotizen nutzen.

Insgesamt sehr anregend und empfehlenswert, sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene. Man schlägt es auf und fängt – nachdem man fertig ist mit Staunen – direkt an. Und hat auffallend schnell sehr vorzeigbare Ergebnisse.

Hier das amerikanische Original. Seit seiner Veröffentlichung breiten sich im Netz und auf instagram viral Buchideen nach Hedi Kyles Vorbild  aus. Hedi Kyle leitet seit vielen Jahrzehnten selbst Kurse an. Sie ist als Buchkünstlerin weltweit bekannt.

 

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‚My work focuses on the book as a three-dimensional object that can be explored and reinvented beyond traditional modes of binding and display. Because of my background as a conservator, I‘ve encountered many unusual books in the collections of libraries around the world. This has allowed me to draw on obscure historical examples of the book to inform and inspire my own structures. This experience has also taught me that, from the repetitions of the fold, there is always the potential for new structures to emerge. In my creative practice, I experiment, divert, re-build, and alter with the intent of keeping the book alive as a mechanical object of extraordinary diversity.‘

 

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Hedi Kyle is the coauthor, with her daughter, Ulla Warchol, of The Art of the Fold, a step-by-step guide to making a broad selection of her original structures.

 

Journal

Hedi was born in Berlin, graduated in 1959 from the Werk-Kunst-Schule in Wiesbaden, Germany, with a degree in graphic design, and shortly thereafter emigrated to the United States. In the decades since, Hedi has spent her career revolutionizing the field of book arts, teaching workshops throughout the United States, Canada, and Europe.
In her capacity as a conservator, Hedi cofounded the Book Preservation Center at the New York Botanical Garden and coauthored Library Materials Preservation Manual, one of the first books on library preservation techniques.

As head conservator at the American Philosophical Society in Philadelphia, and as an adjunct professor in the Graduate Program for Book Arts and Printmaking at the University of the Arts, Hedi trained and mentored a generation of conservators and book artists. Her one-of-a-kind book constructions are in the collections of numerous institutions and individuals and have been the subject of multiple solo and group exhibitions in the U.S. and abroad.

Hedi is an honorary member of the Guild of Book Workers and a cofounder, with Gary Frost and Tim Barrett, of the Book Preservation Center, now in its thirty-third year. She is the recipient of the 2016 Distinguished Career Award from the College Book Art Association (CBAA).

Blue Bubble

 

Selected Exhibitions
The World of Hedi Kyle, Codex Curious and Bibli’ Objects, 2016, San Francisco Center for the Book, San Francisco, CA
Hello Hedi: Book Art Inspired by Hedi Kyle, 2015, 23 Sandy Gallery, Portland, OR
Transforming the Ordinary, 2010, Michener Art Museum, Doylestown, PA
The Hybrid Book: Irma Boom, Gunnar A. Kaldeweil, Hedi Kyle, 2009, University of the Arts, Rosenwald Gallery, Philadelphia, PA
Hedi Kyle and Her Influence, 1994, The Center for Book Arts, New York, NYa

 

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https://www.artofthefold.com/hedi-kyle/

 

 

 

Prozessbegleiter

 

Wie die Vergangenheit auf die Gegenwart nachwirkt: Stadt- und Innenräume erzählen ebenso Geschichte als Repräsentanz der Strukturen menschlichen Handelns. Arbeiten mit festem Zeitrahmen und Ziel.

Eine Art Reisetagebuch künstlerischer Arbeitsbewegungen und Entdeckungen.

 

 

 

 

 

 

 

Making Heimat

 

What do I need to feel at home ? What advertisments show as a happy home? What is being praised for tourists to show up ? The knowledge about a place ?

Do Family, Friends, People make me want to stay in a place ? Is it safety ? The opening or closing opportunities of being useful? the ability to work? Being taken into account ? Public Places or private realms? To Sleep in Peace ?

 

A 2018 Experiment by Exposure