BUCHSTABENSPEICHERMEDIUM – Studie

 

 

Deswegen ist meine Miniatur auf das Schreiben als kulturelle Errungenschaft bezogen. Es ist aber kein Buch als typischer Ort von Schrift in den letzten Jahrhunderten geworden. Sondern eine grüne Box mit dem Titel BUCHSTABENSPEICHERMEDIUM.  Meine nach oben offene Steckbox lässt sich ein- und ausfalten, verändern, macht Angebote: einzelne Karten sind zur freien Auswahl entnehmbar. Zusammenlegt werden sie zu Bildern. Inhaltliche oder formale Zusammenhänge sind für jeden frei wählbar. Reihenfolgen, Kausalitäten und Zeitschienen (also typische Bestandteile von Büchern) sind aufgehoben.

Inhaltlich geht es bei BUCHSTABENSPEICHERMEDIUM um eine Stellungnahmen zum Thema Buch, aber auch zu den fließenden Grenzen zwischen Schrift und Bild. Aus der grauen Folie der Sprache sind Buchstaben herausgeschnitten. Als leicht unscharfe Fotos verlieren sie ihren Aussagecharakter und werden zum Bild.

Die Aussage wird von schwarzen Digitaldrucken übernommen: Zitate zum Thema Buch überlagern die fotografierten Buchstabenfolien. Der Begriff ‚Buch‘ als Schrift-Medium wird hier von verschiedenen Schriftstellern und Philosophen als persönlicher Gesprächspartner, als Bewahrer von Kultur und Wissen über viele Jahrhunderte vor Augen geführt.

 

 

 

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Archiv – Streng geheim! 05. 3 – 13. 5.2018


Skriptuale Malerei und Graphik

von Eberhard Hartwig

BRIEF, 2006-07, Rohrfeder, Fett-Tusche, Pigmente auf Papier 3,25 x 1,33 m, Detail-757-2_Header
Eberhard Hartwig, BRIEF, 2006/07, Rohrfeder, Fett-Tusche, Pigmente auf Papier 3,25 x 1,33 m, Detail-757-2 Foto E. Hartwig

Ein Stasi- oder FBI-Archiv? Bibliothek von Alexandria? Eberhard Hartwig nimmt Bezug auf über 6000 Jahre Schrift-/Kommunikationsgeschichte, von den ersten Bilderschriften über fernöstliche bis zu Geheimschriften. Mit seinen BRIEFEN in Schrift-/Buchrollenform zitiert er ebenso chiffrierte Berichte wie für Fremde nicht lesbare Tagebuch-AUFZEICHNUNGEN. Was ist aufzeichnungswert und damit bewahrenswert? Wie geht es uns z.B. bei Beschriftungen in Japanisch? Wie fühlen sich Immigranten in Deutschland dabei? Wie kommunizieren wir? Sprache und Schrift formen die Wahrnehmung der Welt jedes Individuums und prägen gleichzeitig seine Verortung darin. In Sprache und Schrift sind Denken und Tun, Autonomie und Kollektivität miteinander verwoben. Als Instrument für Teilhabe und Herrschaft ermöglichen sie Emanzipation und Unterdrückung gleichermaßen.

 

Eröffnung/Opening: Sonntag, 04.03.2018, 15 Uhr

Begrüßung/Welcome: Albrecht Pyritz, Direktor Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz
Laudatio: Juliana Hellmundt, Kunsthistorikerin/art historian
Musikalische Umrahmung/Musical framing: „Collec Tiv“

Ort/Location: Museum Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz, Schloßstraße 12/13, 17235 Neustrelitz, Telefon: 03981 2390999

 

 

Blick I Wendungen bis zum 15.4.2018

 

In der Rathaushalle Frankfurt/Oder, der ehemaligen Galerie für Junge Kunst, die seit Juli 2017 mit dem DKW Cottbus zum Brandenburgischen Landesmuseum fusionierte, sehen Sie bis zum 15.4.2018 sprach- und schriftbezogene Arbeiten vorwiegend aus den achtziger Jahren. Texte als Strukturen werden für Antoni Starczeski, Günter Hornig, Karla Sachse und Frank Voigt zu Bildanlässen. Der Widerspruch von Wort zu Bild beschäftigt Cornelia Schleime, Hans Ticha und Joseph W Huber. Ein sehr schön präsentierter größerer Komplex von Carlfriedrich Clauss Transparenten zeigt beidseitig dicht beschriebene Blättter, die zwischen Schrift und Skizze changieren. Die großformatigen Installationen im Eingangbereich befassen sich mit Überlagerungen von Schriften oder Schriftinhalten. Leider fehlen Katalog und/oder Erläuterungen zu den ausgestellten Arbeiten.

 

‚Die in “Blick | Wendungen” ausgestellten Arbeiten von rund 20 Künstler*innen aus Deutschland und Polen zeigen Positionen beim Umgang mit Text im Bild, seit den 1960er-Jahren bis heute, in Malerei, Zeichnung und Siebdruck, in Fotografie, Collage und De-Collage, Mail-Art, Plakat, Rauminstallation und Künstlerbuch aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, ergänzt durch Leihgaben weiterer Institutionen, wie dem Carlfriedrich Claus-Archiv der Kunstsammlungen Chemnitz, dem Buch- und Schriftmuseum Leipzig, dem Stadtmuseum Berlin und zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.‘

http://www.museum-junge-kunst.de/html/fr_ausst.htm

Ist Sprache eine Waffe ?

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Der Salon Sophie Charlotte der Berlin Brandenburgischen Akademie am Gendarmenmarkt in Berlin befaßte sich in der Nacht vom 19.1.2018 auf vielfältigste Art und Weise mit dem Thema Sprache bzw. Sprachen. Literarische Lesungen, story telling, Gebärdensprache, Kalligrafie, wissenschaftliche Vorträge, Podiumsdiskussionen, Netzliteratur, Führungen durchs Archiv : ein wunderbar umfassendes Programm.

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Der Studiengang Lichtdesign der Beuth Hochschule lieferte zum Thema ‚Schönheit der Sprache‘ stimmungsvolle Bilder in den Fluren und Eingangsbereichen. Der Paternoster umgewandelt als Satzgenerator, Stück für Stück zogen Sprachbrocken vorbei.

Was nicht zusammen passte, waren die Besucherzahlen und die gewählten Veranstaltungsräume. In eklatantem Missverhältnis zum Besucherandrang  waren die über 5 Geschosse verteilten Räume nur für jeweils 10-20 Personen geeignet. Der Rest des interessierten Publikum staute sich in den vollkommen ungenügenden Zuwegungen und störte so mit Lärm und Durchlaufen unbeabsichtigt die Veranstaltungen. Was für eine Verschwendung.

 

Ausstellung Hamburger Kunsthalle

Künstlerbücher                          bis

Künstlerbücher erzählen Geschichten, sind Manifeste, Archive oder politische Proklamationen. Sie brechen mit traditionellen Formen der Gestaltung, eröffnen neue Räume, sind programmatisch, narrativ, spielerisch oder auch abgründig. Durch die Konzeptkunst und Fluxus-Bewegung als offenes und vielseitiges Medium entdeckt, haben sich die Künstlerbücher seit den 1960er Jahren als eigenständige Kunstgattung etabliert.

Mit der Ausstellung »Künstlerbücher. Die Sammlung« präsentiert die Hamburger Kunsthalle erstmals eine Auswahl der bekanntesten Publikationen aus ihrer rund 1.700 Exponate umfassenden Sammlung. Deren Ausgangspunkt sind die Werke der Minimal Art und Konzeptkunst, in denen Künstler wie Sol LeWitt, Ed Ruscha und Lawrence Weiner in den 1960er und 1970er Jahren ihre seriellen und konzeptuellen Ideen in das Medium Buch umsetzten. Unter Einbeziehung vieler anderer Medien wie Musik, Poesie, Aktionen und Happening sowie durch spontane Improvisationen wurde in der Kunst der Fluxus-Bewegung das übliche Buchformat gesprengt. Vergleichbar einer ‚Partitur‘, spielt hier das Buch als Vermittler eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus ziehen anspruchslose und alltägliche Materialien in Form von Stempeldruck, Stanzungen, Fotokopien, Collagen und mechanischen Drucktechniken in die Sphäre des Buches ein. Es wird zum Experimentierfeld für neue Konzepte. Zugleich wird die Kunst enthierarchisiert und für jedermann erschwinglich. Wie kaum ein anderes künstlerisches Medium steht das Künstlerbuch daher auch für die Demokratisierung von Kunst.

Neben der Freiheit von kommerziellen Zwängen ist es nicht zuletzt die Idee des ‚alternativen Raums, die vor allem in den letzten Jahren junge Künstler_innen dazu veranlasst hat, sich diesem Medium zuzuwenden. Viele gründen eigene Verlage, publizieren ihre Werke in kleinen Auflagen und experimentieren mit neuen Formaten. Dabei tritt auch die Künstlerschallplatte als akustisches Medium wieder in den Vordergrund.

Künstlerbücher werden in der Bibliothek der Hamburger Kunsthalle in enger Anlehnung an die gesamte Sammlung des Museums erworben. Deshalb werden in der Ausstellung ergänzend zu den Buchpublikationen Kunstwerke aus der Galerie der Gegenwart und dem Kupferstichkabinett gezeigt, die in einem direkten Zusammenhang mit den Veröffentlichungen stehen. Dieter Roth, dem wichtigsten und sowohl eigensinnigsten als auch kompromisslosesten Künstlerbuch­-Protagonisten, sowie dem im letzten Jahr verstorbenen Hamburger Künstler Claus Böhmler sind jeweils eigene Räume gewidmet.

 

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Museum für Druckkunst: Ansehen!

Blick in die Sammlung

Im wunderbaren Museum für Druckkunst Leipzig, das für sich selbst schon einen Tagesbesuch wert ist, laufen derzeit zwei Ausstellungen, die sich insensiv mit Text und Bild befassen. Unbedingt sehenswert !                 http://www.druckkunst-museum.de/de/

 

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Uecker Hafez Leipzig 2017

Im dritten Obergeschoss setzt sich Günther Uecker mit den 700 Jahre alten Gedichten von Hafez auseinander. Die deutschen Texte sind handschriftlich auf  Präge-, Sand- und Siebdrucken aufgebracht, die jeweils den arabischen Textblock gedruckt zeigen. Zu sehen bis zum 14.1.2018.

 

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Golde Leipzig 2017

Im ersten Obergeschoss zeigt Sabine Golde noch bis zum 25.3.2018 unter dem Titel ‚Künstlerbücher Carivari‘ einen Querschnitt aus ihrem Künstlerbücherschaffen der letzten 25 Jahre. Literarische und musikalische Anregungen kristallisieren sich zu Arbeiten mit Papier, die zwischen Buch und Skulptur stehen. Die Schatten, die diese buchnahen Arbeiten an die weissen Wände werfen, gehören mit zum künstlerischen Sehen Sabine Goldes. Experimente mit gestempelten und gedruckten Schriften bedecken die Aussenwände. Schmetterlingshaft flattern einzelnen Alphabetseiten an der Wand, nur locker gehalten von kleinen Magneten.

 

 

SHOWCASE – Jetzt hingehen zur Ausstellung der BSB Künstlerbücher !

Ausstellung 20. Sept. 2017 – 7. Jan. 2018

Ausstellungsplakat | © BSB
Ausstellungsplakat | © BSB

Künstlerbücher aus der Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek.

Unter dem Titel SHOWCASE zeigt die Bayerische Staatsbibliothek 70 ausgewählte Exponate ihrer seit 1915 gezielt aufgebauten, thematisch vielfältigen und international hochrangigen Sammlung von Künstlerbüchern.

SHOWCASE verweist auf die für eine Ausstellung in dieser Bibliothek charakteristische Präsentation der Bücher in Vitrinen. Der Titel lässt auch anklingen, dass diese zeitgenössischen Kunstwerke zum Zeigen und zum Blättern, somit als „Show“, gesammelt werden, aber auch als „Case“, exemplarisch im Sinn des gezielten Ausbaus einer für eine wissenschaftliche Universalbibliothek besonderen Sammlung.

SHOWCASE setzt sich zum Ziel, die Dynamik und vielfältige Aussagekraft dieser Bücher, die Künstler bewusst als ihre Ausdrucksform wählen, wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Sie zeigt, wie unterschiedlich Künstler das Medium Buch einsetzen, wie verschieden Künstlerbücher aussehen, wie sie in Aufmachung, Materialität und Wert differieren. Kostengünstige Herstellung und Massenware können ebenso ein Künstlerbuch sein wie kostspielige, bibliophil anmutende Bücher. Die Künstler verfolgen mit ihren Ideen und neuen Lösungen nicht nur ästhetische Ansprüche. Sie wenden sich in neuer Sprache und neuen Darstellungsformen an die Gesellschaft, auch mit politischen Zielsetzungen. Ihr Drang zum Ändern drückt sich auch in der Subkultur der Comics und Zines aus.

Emil Siemeister: Die Sieben Bußpsalmen, 2016 – 2017 | BSB/2 L.sel.III 493 © Emil SiemeisterEmil Siemeister: Die Sieben Bußpsalmen, 2016 – 2017      |       BSB/2 L.sel.III 493 © Emil Siemeister

 

Die Sammlung Hartmann in Hannover

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VERLÄNGERT bis zum 29.3.2018 zeigt die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover wunderbare Beispiele aus der Sammlung Hartmann, die sich mit dem Zusammenspiel von Text und Kunst befassen. Einen Schwerpunkt bilden dabei niedersächsische Autoren. Als dritte Kunstform kommt die Buchbinderei hinzu: für alle Autographen wurden passende Kassetten gefertigt. Klein, aber sehr sehenswert!

Mo-Fr. 9-19 Uhr, Sa 10-15 Uhr Waterloostr. 8

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Dialoge und Kassetten – die Sammlung Hartmann

 

 

 

 

 

einszueins – Kunst in der køniglichen Backstube

Johanna K Becker im Gespräch mit Tine Schumann

zu ihrer Arbeit ‚land flucht‘ / einszueins (5)

 

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Samstag / Saturday, 09. Dezember 2017   19.15 Uhr /  7.15 pm

Die Ausstellung ist bis zum 22. Dezember zu sehen / exhibition until December 22nd.

 

einszueins – Kunst in der køniglichen Backstube / art at kønigliche Backstube

ist ein Projekt von / is a project of Kati Gausmann

kønigliche Backstube

Zwiestädter Straße 10

12055 Berlin

Mo – Fr: 09 – 19 Uhr

Sa: 08 – 14 Uhr

 

mehr /more info

www.einszueinsblog.wordpress.com

www.tine-schumann.de

www.johanna-k-becker.de

www.kati-gausmann.de