Strandgut III

 

Kamschatkarose

Vertreibt die Pflanzen vor Ort

Einkaufsparks blühen


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The Cologne Art Book Fair 2018

The Cologne Art Book Fair 2018
Kölnischer Kunstverein

6.–8. July 2018

Nach drei erfolgreichen Ausgaben freuen wir uns, mit der vierten Cologne Art Book Fair (TCABF) einen neuen Ort und Partner ankündigen zu dürfen:
Vom 6. Bis 8. Juli 2018 findet die in NRW einzigartige Plattform für Künstlerbücher, Zines, Künstlerzeitschriften und -magazine im Kölnischen Kunstverein statt.
TCABF wird den Ausstellungsraum des Kunstvereins mit dem Kino und dem Riphahn-Saal bespielen und präsentiert an drei Tagen bei neben der Verkaufsausstellung auch ein Rahmenprogramm mit Buchpräsentationen, Vorträgen und Filmscreenings.

 

Freitag, 6. Juli:  19-22 Uhr
Samstag, 7. Juli: 15-22 Uhr
Sonntag, 8. Juli: 12-18 Uhr
Hahnenstraße 6, 50667 Köln

Communications worldwide

Thinking about the Migration of Code – the hidden basis behind scriptures

The viral spreading by consumers buying the devices and the applications of digital data built one open world of communication (in the double meaning of language and pictures, data, goods and persons).

One model of scripture is nowadays sufficient for writing all the languages of the world including their transmissal and archival. Spoken and written communication is send via the same machines (morsing, facs, computer, smartphone) based on a mixture of private and public network.

The contentfree media of binary code using this network has by now proven its usability for private and public affairs, health and wealth. It is comfortably accessable nearly everywhere., it gives information, allows control, provides leisure at your demand. Its fast transmission is impressive, although not totally reliable.

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unreadable black archive 2018 c.kreiser

The assumed ubiquity of binary technical devices wordwide opens up national borders. Terms as ‘Heimat’ and ‘Fremde’ are being turned upside down. Maybe someday migration will be unnecessary, when the internet of things distributes what we need constantly, so we don’t have to move any more to gain things, work, experiences, impressions? Will this be a globally unified development ?

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frozen creapy structures before melting

It is a specific turn of the media that we expect to find ourselves comfortable all over the world, seemingly  to belong everywhere. Copenhague with its 6 billion tourists a year tries a new concept of assimilation the tourists as short-stay inhabitants. A fake identity of being Danish is offered by spreading the tourists all over the town, not offering sights, but a certain Danish way of living. Amsterdam with 8 billion tourists tries to clear its center of touristic mono-structures, spanish isles and coastlines try to get rid of their party and drinking image (76 Billion tourists).

The open borders between countries are counterbalanced by newly grown hidden borders. Group-identities on any topic grow stronger. The access to the created digital data is extremely difficult. Most people are unable to read binary code. The storage of the no longer private contents gathered by private companies in binary code is materially secured in hidden places away from cities. We are not talking about these shifts of power and privilege.

 

Kat Menschik bis 22.6.2018

Kat Menschiks Arbeiten sind gerade in einer Ausstellung in Brandenburg/Havel zu sehen. Dort habe ich sie auch gesprochen und mehr über ihre Arbeitsweise erfahren. Ihre farbenfrohe Mischtechnik aus analogem (Linolschnitte, Zeichnungen, Malerei) Materialien und digitalem Bearbeiten machen nicht nur als Buchillustrationen der wunderbaren Reihe bei Galliani Freude !

Bis zum 22.6.2018 können Sie sich die Arbeiten in der Galerie Sonnensegel noch ansehen. Unbedingt empfehlenswert !

http://www.sonnensegel-ev.de/aktuell/aktuell_ausstellung.php

http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Mit-Kat-Menschik-in-die-Buecherwelt-getaucht

Titel und Innen0002Titel und Innen0001

Dieses Buch habe ich gerade gelesen und mich an der opulenten Ausstattung gefreut !

Insbesondere der geprägte und bedruckte Leineneinband mit dem Stadtplan Moabits hat mir sehr gefallen. Der Übergang des Planes in eine Großstadtskyline. Text und Bilder beziehen sich auf ein fiktives Berlin der 30ziger Jahre. Entsprechend haben die Seitenaufbauten mit Ihren Spalten und Schriften eine Art Zeitungscharakter mit nachempfundenen Werbeeinschüben. Auch der Druck mit den beiden Farben orange und hellblau wirkt eher wie bei einer Zeitung.

Der Text von Volker Kutscher scheint mir in seiner Sprache etwas künstlich, die Figuren bleiben für mich schemenhaft, trotzdem entwickelt sich die Handlung flüssig. Das überraschende Ende überzeugt. Die Stimmung der Handlung wird überwiegend von den detailreichen Bildern Kat Menschiks getragen, die eine Anmutung zwischen Linolschnitt und comic-hafter Flächigkeit aufweisen, Volker Kutscher hingegen verzichtet fast gänzlich auf Details, Beschreibungen der Umgebung oder der Menschen.

Geheimschriften/ Sans-Papiers

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Sans-papiers Vorstudie 2018 Geheimschriften und Codes

Ein weiteres Buch über Nichts – über das Unsichtbare, Unlesbare, Versteckte

 

Bild und Schrift fallen hier zusammen (ähnlich mögen Analphabethen unsere Schrift wahrnehmen), Bezeichnung und Gegenstand fallen jedoch auseinander, denn das Objekt ist offenbar aus Papier.

Sans-Papier erinnert an die Vision des papierlosen Büros, die Bücherei in der Tasche und an die an (Ausweis)Papiere gebundene Identität. Der Titel Sans-Papiers wird in verschiedene Schriftsysteme übertragen, mit dem Hintergrund verschmolzen, durch Überdruckungen und geringe Zeilenabstände läßt sich der Text der Umschlagseiten nur noch erahnen.

Anlass dieses Projektes ist die Homogenisierung aller buchstabengebundenen (?) Sprachen zu einer Kunstschrift: der angeblich schon von Leibniz erdachten digitalen, die sich auch als Übersetzungssystem zwischen den Sprachen anbietet. Dieses Notationssystem ist zudem geeignet, Töne und Bilder aufzuschlüsseln. Für die Mehrzahl der Menschen ist das so aufbereitete maschinengeeignete Materials nicht lesbar. Die Ablageorte der codierten Daten sind geheim. Es handelt sich also um eine doppelte Geheimhaltung. Wie harmlos sehen im Vergleich die blickgesperrten Umschläge aus.

 


Das Buchobjekt steht thematisch am Ende meiner Suche nach Zusammenhängen zwischen Sprache, Schrift und Form.

 


weitere Überlegungen zum Übergang vom analogen zum digitalen Schreibens im blog www.paperdotless.wordpress.com


 

Ich lese gerade … XII

 

Jon McGregor      Speicher 13   (München 2017)


Der Roman beginnt mit einem Kriminalfall: ein halbwüchsiges Mädchen geht während ihres Urlaubs mit der Familie verloren. Sehr genau werden die hügelige Umgebung zwischen Industrieausbeutung und Landwirtschaft beschrieben: die 13 Speicherbecken, Steinbrüche, Höhlensysteme einer ehemaligen Bergbaugegend.

Jon McGregor benutzt eine mäandrierende Sprache, um die Hilfsbereitschaft bei der Suche, das gemeinsame Erschrecken und Nachdenken, nachdem das Mädchen unauffindbar bleibt, den Presserummel, und schließlich das langsame Einsickern des Ereignisses in die Dorfgeschichte zu begleiten.

13 Jahre lang beobachtet McGregor diesen Prozess, indem er mit viel Abstand die Bewohner in dem kleinem Ort Mittelenglands beschreibt. Individuelle Lebenskrisen werden wie nebenher erzählt, in kurzen Sätzen das Typische einer Situation geschildert, die vorsichtigen Reaktionen der anderen oder das Ausbleiben einer Auswirkung berichtet. Durchwirkt sind diese kurzen personenbezogenen Abschnitte mit präzisen Naturbeobachtungen oder wiederkehrenden Ereignissen im Dorfleben, die den neutralen Blick des Erzählers bestätigen. Es entsteht eine untergründige Sogkraft, die verhindert, daß man am Ende über das Ausbleiben einer Aufklärung enttäuscht ist.

Eigentlich geht es um eine Verweigerung von Handlung, die eingestreuten einzelnen Geschichten leuchten wie Gedichte mit großer sprachlicher Präzision daraus hervor. Man kann das Buch pralinenartig langsam oder gierig gespannt lesen, aber am besten mehrfach.  

 

 

 

BUCHSTABENSPEICHERMEDIUM – Studie

 

 

Deswegen ist meine Miniatur auf das Schreiben als kulturelle Errungenschaft bezogen. Es ist aber kein Buch als typischer Ort von Schrift in den letzten Jahrhunderten geworden. Sondern eine grüne Box mit dem Titel BUCHSTABENSPEICHERMEDIUM.  Meine nach oben offene Steckbox lässt sich ein- und ausfalten, verändern, macht Angebote: einzelne Karten sind zur freien Auswahl entnehmbar. Zusammenlegt werden sie zu Bildern. Inhaltliche oder formale Zusammenhänge sind für jeden frei wählbar. Reihenfolgen, Kausalitäten und Zeitschienen (also typische Bestandteile von Büchern) sind aufgehoben.

Inhaltlich geht es bei BUCHSTABENSPEICHERMEDIUM um eine Stellungnahmen zum Thema Buch, aber auch zu den fließenden Grenzen zwischen Schrift und Bild. Aus der grauen Folie der Sprache sind Buchstaben herausgeschnitten. Als leicht unscharfe Fotos verlieren sie ihren Aussagecharakter und werden zum Bild.

Die Aussage wird von schwarzen Digitaldrucken übernommen: Zitate zum Thema Buch überlagern die fotografierten Buchstabenfolien. Der Begriff ‚Buch‘ als Schrift-Medium wird hier von verschiedenen Schriftstellern und Philosophen als persönlicher Gesprächspartner, als Bewahrer von Kultur und Wissen über viele Jahrhunderte vor Augen geführt.

 

 

 

Einrichten und Denken

Ein Bild über nichts ::.:: der neue Lifestyletrend für Nichtleser :.:.: Buchrücken zur Wand

 

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noch zu lesendes Buchmaterial, tlw. mit Markierungen, erzählen von ihrem Gebrauch

Bücher als Formen geordneten Denkens versus sinnentleerte Dekorationsformen

Für diejenigen, die immernochnicht ihre Regale – oder noch schlimmer: Bücherschränke – entrümpelt haben, ein prima Hinweis zur Zweitverwertung der überflüssigen Bücher:

Als Wärmedämmung vor Aussenwänden, als Hocker, Bänke etc. und zum Anfeuern sind Bücher ebenfalls besser verwertbar als Interneteinträge.