Making Heimat

 

What do I need to feel at home ? What advertisments show as a happy home? What is being praised for tourists to show up ? The knowledge about a place ?

Do Family, Friends, People make me want to stay in a place ? Is it safety ? The opening or closing opportunities of being useful? the ability to work? Being taken into account ? Public Places or private realms? To Sleep in Peace ?

 

A 2018 Experiment by Exposure

 

 

 

 

Advertisements

Schreiben ist Zeichnen?

 

Im Buch „Musenküsse“ von Mason Currey kann man lesen, dass Charles Dickens durchschnittlich 2.000 Wörter pro Tag schrieb, an guten Tagen das Doppelte.

 

20180313_161725
erste Radierversuche Constanze Kreiser Wolfenbüttel Bundesakademie 2018

 

Ich drucke an guten Tagen ca. 120 einfarbige Linoldrucke, schreibe an wenigen Tagen mehr als 5 Seiten mit etwa 150 Wörtern.

 

Ist jedes Zeichen Schrift?

 

 

 

Kleist Museum Frankfurt/Oder

Kleist wurde wahrscheinlich am 18.10.1777 in Frankfurt/Oder geboren und ist in Berlin am 21.11.1811 gestorben. Das einzige Kleist-Museum weltweit steht in Frankfurt/Oder.

20181121_112247

Es ist zwar nicht sein Geburtshaus, das ist abgebrannt, aber die ehemalige Garnisonsschule befindet sich durchaus in ähnlicher Lage. An einen barocken Altbau in Odernähe gliedert sich ein Betonkubus an, der neue Eingang ins Museum. Über einem Glasgang im Obergeschoss wird man in den Altbau geführt. Auf dem kurzen Weg erblickt man sowohl die Oder als auch die Marienkirche, man nimmt also die Stadt Frankfurt mit hinein in die kurze Lebensgeschichte Heinrich von Kleists, die von grosser Unruhe geprägt ist: immer neue Versuche der Bildung, viele Reisen, viele Berufe, Bewerbungen, Zeitschriftenversuche und Buchveröffentlichungen

Eine wunderbare luzide Darstellung vom Schreiben als – auch optischen – Auswahl-prozess leitet im Obergeschoss des Neubaus in das Thema ein. Es folgt ein dunkler Hörwald mit eingelesenen Kleisttexten. So vorbereitet wird im Altbau Kleists Leben anhand der von ihm besuchten Orte skizziert. Schön die Weiterbildungsversuche an seiner ersten Verlobten, die schriftlich stattfand; Erörterungen Wilhelmine von Zenges wurden von Kleist korrigiert. Etwas überinstrumentiert erschien mir das raumbildliche Waldstück des gemeinsamen Selbstmordes von Kleist und Henriette Vogel am Wannsee, wo heute ein entsprechendes Denkmal steht, alles an vorgestelltem Hör- und Lesematerial ist jedoch sehr anschaulich präsentiert.

Eine Sonderausstellung zum Bettelweib von Locarno rundet die möglichen Zugangsebenen zu Kleists Werk ab.

 

 

 

Ich lese gerade XVI …

Wallace Stegner – Die Nacht des Kiebitz (München 2009)


Wallace Stegner once said about his writing, „In fiction I think we should have no agenda but to tell the truth.“ Stegner’s prose has inspired generations of Americans to seek their own truth. In The Geography of Hope, A Tribute to Wallace Stegner, written by his friends, colleagues, and his son, Page Stegner, we sense a far greater resonance than a mere collection of memorial applause. „It is a book about what one man has taught us, by his example, about the accountable life; a book about what it means to be a responsible, loving, thoughtful, constituent of the human race. That is the only way he would have it.“

Wallace Stegner was born on February 18, 1909 in Lake Mills, Iowa. Over a 60 year career he wrote 30 books. Among the novels are, The Big Rock Candy Mountain, 1943; Joe Hill, 1950; All The Little Live Things, 1967 (Commonwealth Club Gold Medal); Angle of Repose, 1972 (Pulitzer Prize); The Spectator Bird, (National Book Award), 1977; Recapitulation, 1979; Collected Stories, 1990, and Crossing to Safety, 1987. The nonfiction includes Beyond the Hundredth Meridian, 1954; Wolf Willow, (A History, A Story, and a Memory of the Last Plains Frontier), 1962; The Sound of Mountain Water, 1969; Where the Bluebird Sings to the Lemonade Springs: Living and Writing in the West, 1992, a collection of essays that earned him a nomination for the National Book Critics Circle award.

https://wallacestegner.org/bio.html

20181121_155359-e1543249287268.jpg
Spuren Achsen Richtungen  C.Kreiser

 

„Die Nacht des Kiebitz“ von Wallace Stegner ist eine subtile Ehestudie: » der glänzende Roman einer womöglich gar glücklichen Ehe.« sagt Wieland Freund dazu in der ›Literarischen Welt‹

Der ehemalige Literaturagent Joe Allston und seine Frau gehen auf sehr verschiedene Art mit dem Altern bzw. der Zeit nach dem Berufstätigsein um. Sehr präzise beschreibt Stegner die Mechanismen, die innerhalb langjähriger Beziehungen Steuerungsfunktion übernommen habeb, das gegenseitige Durchschauen auch guter Absichten des Gegenübers, die wenigen Reste von Privatheit, die hier in drei Tagebuchheften eines Europaaufenthaltes von 20 Jahren bestehen und sich Stück für Stück Raum in der Jetztzeit erobern, während sich der Alltag zunehmend von Freunden und Freuden entleert.

Sehr fein erzählen die Tagebuchhefte eine Begegnung mit einer desolaten dänischen Adelsfamilie, die in in sich eine geschlossene Erzählung sein könnte, inkl. der Begegnung mit Karen Blixen, die aber ihre Sprengkraft jetzt entfaltet, weil die beiden Ehepartner den mehrwöchigen Rekonvaleszenzbesuch unterschiedlich erinnern. Und dieses an den Grenzen des Fremden im Wohlvetrautesten kratzen, dies Hin- und Herschwingen zwischen Nähe und Distanz der Ehepartner zu beschreiben, fällt bei Stegner sehr genau und vollkommen unaufgeregt aus, jede der gewählten Alltagsituationen zu beschreiben.

 

 

 

 

Schöne Bücher aus Brandenburg im Bildungsforum Potsdam

Und hier einige Eindrücke vom ersten Messetag mit intensiven Gesprächen

20181201_105613
1.12.2018 SLB Foto c.kreiser
20181201_140252
1.12.2018 SLB Foto c.kreiser

 


Die Messe für schöne Bücher ist 2018 neu in Potsdam:


möglicherweise der Auftakt zu einer Reihe buchbezogener Veranstaltungen in der SLB

Photobände, Buchdruckeditionen, Künstlerbücher, in kleinen Verlagen mit viel Liebe und noch mehr Ausdauer erdacht, gedruckt und gebunden, alles im Land Brandenburg. Weihnachtliches und Karten werden am 1.12.2018 ebenfalls zu erwerben sein.

 

 

Web_MailingBB_Flyer_Download

zB. aus dem Programm der Galerie Vavais/Alexander Scholz

Masao dfbp web

zB Fotobücher aus dem Verlag Hagen von Kornbach

cover

oder Künstlerbücher von Constanze Kreiser

20180916_172151
Die Mondschere schneidet Gedankenkreise zurecht

 

Toteissee

ein weiteres Buch über Grenzen:

des Beschreibens,

des Vorstellens,

des Autauschs

und vom Nachdenken über Übergänge zwischen Leben und Sterben

 

Wie beim Toteissee, einer Art geologischen Ausschmelzverfahrens, eröffnet das Verschwinden neue Räume. Der verlorene Eiskörper bietet Platz für ein lebendiges Gewässer. Die Morphologie des Verschwindens hinterlässt sichtbare Abdrücke und Spuren, die dem  physischen Verfahren des Druckens sehr ähnlich sind, wenn auch immateriell und für jeden anders, sind diese Spuren doch universell lesbar und unumgänglich.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das von Hand in Kleinstserie gesetzte und gedruckte  Buch befasst sich mit dem Verschwinden. Es ist reich  und farbig bebildert mit Original Linolschnitten und Siebdrucken.

In den poetischen Texten verschiedener Autoren geht es um Prozesse der Auflösung: des Körpers, des Alltags, der eigenen Existenz, des Sterbens.

 

 

 

 

 

Ich lese gerade … XV

Zsuzsa Bánk – „Schlafen werden wir später“  Frankfurt am Main 2017


Ein Brief- bzw. Mailroman, der uns eine seit der Kindheit bestehende Freundschaft begleiten läßt. Ein Austausch zweier Frauen mittleren Alters, die sich über das Schreiben und Forschen an der Sprache austauschen. Und dabei ihre unterschiedlichen Lebenssituationen vergleichen, die Wohnorte, den Alltag mit und ohne Kindern, die Hindernisse beim Schreiben, Arbeitsumstände, Gesundheit, Zukunft. Gedanken zu Freundschaften und Familienstrukturen, die nur in diesem Austausch möglich sind. Es entsteht ein Bild sich nahestehender Menschen, die sich einander anvertrauen,

Bei mir als Leser wuchs von Seite zu Seite die Sehnsucht nach einem derartig tragfähigen Beziehungsgeflecht, nach einer ähnlich friedlichen Geborgenheit in all dem Alltäglich zu bewältigenden, wo das ausgesprochen werden kann, was man selbst noch nicht zu Ende gedacht hat, sodaß ich das 688 Seiten starke Buch mehr und mehr wie ein Pause, eine Erholung, einen Begleiter über mehrere Wochen empfunden habe.

20180626_083136

Aufgrund seiner manierierten Sprache mit vielen Wiederholungen und mangelnder Handlung ist das Buch vielfach kritisiert worden, trotzdem gab es für mich auf den meisten Seiten kleine Wortbilder zu entdecken, so flüchtig, daß sie zum Zitieren nicht taugen, die aber doch einen Reichtum besitzen, der auf das Erzählte zurückwirkt.

Und wer über die Alltagslarmoyanz der beiden Hauptfiguren hinweg sehen kann, könnte auch Metaebenen des Schreibens wahrnehmen, eine Droste von Hülshoff Biografie aus den eingestreuten Fakten zusammensetzen, Parallelen ziehen zwischen den drei vorgestellten schreibenden Frauen.

Feuer Und/Oder Wasser – Ausstellung

Und/Oder: ein work in progress

Constanze Kreiser

15.11. – 13.12.2018
Di – Fr, 14 -18 Uhr,
Galerie B, Haus der Künste, Lindenstr. 4, Frankfurt/Oder
Frankfurter Kunstverein e.V.

13.12.2018 um 19.30 Uhr Einladung zur Finissage


20180905_132226
Unter der Brücke 2018 C.Kreiser

 

Der Frankfurter Kunstverein hat Constanze Kreiser für einen Ausstellungs- und Arbeitsaufenthalt im Projekt „Regenerativverfahren“ ausgewählt. Vom 15.11.-13.12. 2018 wird sich die Künstlerin mit dem Thema Stoffwandel auseinandersetzen. Paracelsus Vorstellungen zum Körperstoffwechsel sind dafür der Ausgangspunkt. Aufnahmen der Oder werden Wasser und Wärme ausgesetzt. ‚Feuer und/Oder Wasser‘ zeigt als work in progress diese Wandlungsprozesse, die ab dem 15.11. in der Galerie öffentlich ablaufen werden. Die Ergebnisse der unterschiedlichsten Einwirkungen werden am 13.12.2018 um 19.30 Uhr in einer Finissage präsentiert.

Odertreppen C. Kreiser 2018
Unter der Wasseroberfläche: ein Weg  2018  C.Kreiser

Constanze Kreiser ist Konzeptkünstlerin, sie setzt sich mit gesellschaftlichen Themen wie Körpermanipulationen (z.B. 2004 mit ‚Unter die Haut‘) und Grenzen des Lebens auseinander, um sie in eine begreifbare künstlerische Form zu bringen: als Bild, als Text oder in beliebige räumliche Kombinationen von beidem.