SCRIBERE – Wolfgang Buchta

Vom 12.8.2018- 10.02.2019 zeigt die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel unter dem Titel ‚Scribere‘ Blätter und Bücher des österreichischen Grafikers Wolfgang Buchta, die seinen eigenen Weg zeigen, mit Text im Bild umzugehen:

Auf sehr lebendigen Untergünden, mit feinsten Kaltnadelradierungen hergestellt, bettet sich jeder einzelne Buchstabe mit viel Umraum in das Gesamtgefüge und bleibt als Text doch präsent und lesbar.

 

Es gibt sehr viel zu sehen – diesmal werden 3 (sonst meist einer!) Räume der HAB mit wunderbar stringenten Zusammenstellungen bespielt. In dem opulenten Katalog lassen sich die Eröffnungsreden z.B. von Herrn Dr. Soltek und Herrn Dr. Burschel nachlesen.

Wolfgang Buchta, Jahrgang 1958, war zur Eröffnung anwesend und beschrieb, wie seine Arbeiten mit dem geduldigen Abschreiben der Texte von Kafka, Poe oder Melville beginnen, einem monatelangen Verinnerlichen des Erzählten und Ausprobieren von ersten Satzideen, bevor sich Bildideen dazu gesellen dürfen.

„Die Möglichkeit als Künstler alle Sinne anzusprechen wird im Medium Buch ganz erfüllt“

http://www.hab.de/de/home/museum-kulturprogramm/ausstellungen/wolfgang-buchta-scribere-zeichnen—aufzeichnen—schreiben.html

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Ein Tag an der Oder II

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Ein ganz normaler Tag: mit Frühnebel, Hubschrauber über dem Grenzfluss, Menschenströmen, Stadt und Natur, Sommerwärme und kleinen Entdeckungen zwischen hart und weich, vergangen und neu entstehend, Geheimnissen auf EU Ebene.

 

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Farbige Ecken in der Stadt der Türme

SCHATTENGARTEN

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Ein Buch entsteht aus:


  • einer Idee, dem Zusammentreffen von

  • Bildmaterial mit einer festen Form

  • mit der Auswahl verschiedener Text zum Thema veränderter Gartenkultur

  • mit einem verbindenden Dritten wie Schwarz-Weiss, dem Menschen, die Abmessungen, die Durchsichtigkeiten

  • einem Prozess unklarer Ausdehnung (Hier: Beginn Mai 2015, Ende April 2018)

 

Schattenrisse

KIOSK am Reileck in Halle/Saale

Eröffnung des STADTLABORs

EXPEDITIONEN. Die Stadt als Aktionsraum

hr.fleischer e.v. lädt ein zur:

Eröffnung des STADTLABORs
Donnerstag, 6. September 2018, 17.30 – 20.30 Uhr
Musik mit Tim Rosenbaum und Jochen LoMidHigh + Straßenschach in der Fußgängerzone
ORT: vor dem STADTLABOR, Große Klausstr. 6, 06108 Halle (Saale)

hr.fleischer geht auf Expedition in der Stadt und hat dazu Gastkünstler*innen eingeladen. Nach einer Vorbereitungsphase im STADTLABOR mit Offener Werkstatt und Künstlerischem Symposium werden wir im nächsten Jahr mit unserem EXPEDITIONSMOBIL auf Straßen und Plätzen von Halle (Saale) unterwegs sein und den öffentlichen Raum der Stadt für partizipative Kunst- und Kulturaktionen nutzen. Alle Infos zum Projekt gibts auf dieser Seite.

 

Flora

Ein kuenstlerisches Pflanzenkabinett von Odine Lang
Ausstellung vom 19.9. bis 25.10.2018

hr.fleischer e.V.
Kunst- und Projektraum Kiosk am Reileck
Händelstraße 1a, 06114 Halle (Saale)
www.herrfleischer.blogspot.com

Eröffnung: 19.9.2018, 18 Uhr
Kuenstlergespräch Moderation: Sarah Kuschel, Bundesakademie fuer Kulturelle Bildung, Wolfenbuettel

Gefördert durch die Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst und die Stadt Halle (Saale).

EXPEDITIONEN. Die Stadt als Aktionsraum wird gefördert durch
den Fonds Neue Länder der

Deutsches Buch- und Schriftmuseum

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Das Gebäude schiebt sich wie ein schwebender Buchrücken in den Strassenraum. Es handelt sich um die vierte Erweiterung der Dt. Nationalbibliothek Leipzig, eine fünfte wird gerade vorbereitet.

In dem klimatisierten Gebäude ist unter dem Titel ‚Zeichen-Bücher-Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode‘ ein geschichtlicher Abriss der Entstehung von Zeichen zu sehen. Auch in unterschiedlichen Kulturen. So zeigt das obere Foto eine Gussform koreanischer Schriftzeichenstempel.

Sehr anschaulich werden Materialien und Werkzeuge zusammen mit den Ergebnissen (Palmblattbücher, beschriftete Holztafeln, Papierrollen, Pergamente …) gezeigt bis hin zu einem kleinen Ausflug in die Typographie und deren Rückbezüge auf gesellschaftliche Strömungen. Sehr informativ und anregend zugleich.

Di-So 10-18 Uhr,Do 10-20 Uhr, Feiertags (ausser montags) 10-18 Uhr:     Eintritt frei

Eine kleine Sonderausstellung zum 100. Geburtstag des Typographen Albert Kapr zeigt noch bis zum Jahresende Teile seines in Leipzig befindlichen Nachlasses. Der Nachlass ist komplett digital erfaßt und daher online recherchierbar.

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Die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig empfängt Besucher in einem opulenten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, leicht gedämpftes Licht stimmt auf die Tätigkeit des stillen Lesens ein. Dafür gibt es drei Lesesäle unterschiedlichen Alters, die viel über den damaligen Zeitgeist aussagen.

Deutsche Nationalbibliothek    Deutscher Platz 1   in   04103 Leipzig

 

 

Heckenrosenfinsternis

 

 

Eine kleine Beobachtung zur selbst importierten, angebauten und schließlich unerwünschten Vegetation auf Nordseeinseln samt sprachlicher Aneignung:

Die aus Ostasien stammende Kartoffelrose (Kamtschatkarose, Rosa rugosa) wird oft auch als Dünenrose bezeichnet. Sie wurde aber erst im 20. Jahrhundert auf Sylt als Gartenpflanze eingeführt. Inzwischen wächst die Kartoffelrose auch an vielen Stellen auf Heideflächen und in den Dünen und kann dort in wenigen Jahren größere Flächen überwuchern und ist daher auf Sylt eine Bedrohung für die Artenvielfalt, da sie einheimische Pflanzen wie z.B. Krähenbeere, Besenheide, Dünenrose und Stranddistel verdrängt.

 

http://www.sylt-2000.de/Album/Natur/Duenenrose/duenenrose.html

 

Ein Buch über Wunsch + Wirklichkeit entsteht

 

 

 

 

 

Ich lese gerade … XIV

Lionel Shriver—Das Leben, das wir haben (München2011)


Zeit ist Geld. Dieses Zitat von Benjamin Franklin steht zu Beginn des Buches und ist eine Kurzzusammenfassung des Buches: es beschreibt zwei befreundete Familien, die auf verschiedene Arten ihr Geld verlieren bzw. gegen Lebenszeit eintauschen.

Auf 540 Seiten entwickelt die amerikanische Autorin eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Sterben, bzw. dem Leben mit Krankheit. Allerdings ganz ohne Dogmatismus, sondern extrem spannend in einer alltäglichen Sprache, die einem anfangs oberflächlich glatt vorkommt. Die gut beobachteten Alltagsveränderungen ziehen den Leser in eine verstörende Zwangsläufigkeit der Ereignisse, auch dies eine Finte, die erst zum Ende aufgelöst wird.

Berufliches Scheitern oder Erfolg wäre ein ebenso intensiv abgehandeltes Thema. Aber eigentlich geht es um die Haltung zu den Umständen, die das Leben aufzwingt. Diese Haltung wird an den wenigen Personen auf eine Art vorgeführt, die allen Charakteren ihre Würde beläßt und dem Leser das Herz zerreisst– ganz ohne Kitsch.   (Juli 2018)

 

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Formationen 2015 C.Kreiser (lavierte Tuschezeichnung)

 

 

 

 

Sylt LOG

Unsystematische Reiseimpressionen

aus found footage und eigener Aneignung

 

ein Künstlerbuch zum Thema Meer und reizarme Landschaften

bei schlechtem Wetter und im Dunklen

 

 

 

Ich lese gerade … XIII

Birgit Weyhe – Madgermanes (Avant Verlag 2016)


Madgermanes werden in Mosambik rund 15.000 Mosambikaner genannt, die als Vertragsarbeiter aufgrund eines Staatsvertrages zwischen der DDR und Mosambik seit 1979 in der DDR arbeiteten.Sie wurden nach der Wende in der DDR 1990 durch die Bundesrepublik nach Mosambik ausgewiesen. Der Ausdruck Madgermanes ist eine Verballhornung des Produkthinweises „Made in Germany“ (wikipedia 02.07.2018)

 

Birgit Weyhe erzählt auf der Grundlage eigener Gespräche mit Vertragsarbeitern drei  miteinander verbundene Geschichten, die die Lebensbedingungen von Annabella, Basileo und José während ihres Aufenthalts in der DDR und ihre anschließenden Biographien exemplarisch beleuchtet.

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Gedanken zum Erinnern werden jeder Erzählung vorgestellt. Die Bilder lassen viel Freiheiten zum Nachdenken. Birgit Weyhe wuchs selbst in Ostafrika auf und erzählt so auch von der eigenen Erfahrung eines zwischen den Kulturen lebenden Individuums.

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http://birgit-weyhe.de/madgermanes