Schöne Bücher ansehen und kaufen

 

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Am 30. November 2019 laden von 10 bis 16 Uhr 17 der kreativsten Büchermacher Brandenburgs zur 2. Messe „Schöne Bücher aus Brandenburg“ in die Stadt- und Landesbibliothek nach Potsdam ein.

 


 

Wer sich hier die Zeit nimmt, nach schönen Büchern und besonderen Drucken aus Brandenburg zu suchen, wird Feines und Eigenes jenseits der Massenware entdecken.

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Aus Brandenburg kommt Literatur und Buchkunst, die Zeit für Wahrnehmung einfordert und somit Kraft zum Entschleunigen geben kann.

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Bücher für Bibliophile also, für Sammler, für Genießer, für jene, die Bücher mit allen Sinnen wahrnehmen und denen der Horizont des Bücherregals auch am Horizont ihrer Erkenntnis- und Empfindungswelt bildet.

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Ich bringe auch Original Graphiken, Weihnachtskarten und kleine Büchlein zum Weiterverarbeiten mit.

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Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist barrierefrei erreichbar. Das Café etc. ist geöffnet.

Wir freuen uns auf Sie!


Aufland Verlag, Croustillier

KUNSTDENKEN Constanze Kreiser, Brandenburg/H.

Der Fabrik Verlag, Cottbus

edition Galerie Vevais, Vevais

Edition Schwarzdruck, Gransee

Edition WortGut, Cottbus

Edition Zwiefach, Groß Glienicke

Gebrochene Poesie Uckermark, Schwedt/Oder

Glückschuh Verlag, Falkensee

Hagen von Kornbach, Wildau

Klaus Becker Verlag, Potsdam

Natur+Text, Rangsdorf

Papierwerken, Niederfinow

Strauss Medien, Potsdam

Vacat Verlag, Potsdam


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Initiator der Messe: Herr Rafalski (mit Herrn Sittner, Cottbus)

Veranstalter: Hans Jörg Rafalski   http://www.papierwerken.com

Näheres unter: facebook.com/brandenburgerbuecher


Pressereaktionen:

https://www.pnn.de/kultur/buchmesse-schoene-buecher-aus-brandenburg-von-monden-und-fontane/25281754.html

https://www.maz-online.de/Nachrichten/Kultur/Die-Verkaufsmesse-Schoene-Buecher-aus-Brandenburg-in-der-Stadt-und-Landesbibliothek-Potsdam-mit-Constanze-Kreiser

https://www.potsdam.de/event/2-messe-schoene-buecher-aus-brandenburghttps://potsdamer-blog.de/2-buchmesse-schoene-buecher-aus-brandenburg/

https://www.pnn.de/kultur/schoene-buecher-aus-brandenburg-funktioniert-projekt-wunderwerk/25289400.html

artbook berlin 2019

 

am letzten Novemberwochenende war es wieder soweit: die artbook öffnete ihre Türen

zu einer wunderbaren Vielfalt an künstlerischen Aussagen

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Ich hatte diesmal lauter 2019 entstandene Unikate dabei.

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Themen sind Landschaft, Philosophie sowie Literatur.


 

Dazu auch einige neue Lesenotizhefte, die sich gut als Geschenke eignen.


 

 

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Farbpigmente

David Coles – 50 Farben und ihre Geschichte

Fotografien von Adrian Lander (Haupt Verlag Bern 2019)


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Ein Buch, das mit seiner Opulenz besticht.

oder:

eine sehr konzentrierte Abhandlung zur Geschichte von Farbpigmenten

oder:

ein Buch zum Blättern, in Farben baden und sich anregen lassen.

Viel Wissenswertes ist in den kurzen und prägnanten Texten zu finden.


 

David Coles, der Gründer von Langridge Artists Colours in Melbourne/Australien, stellt einzelne Pigmente vor, indem er sie in ihrer zeitlichen und semantischen Achse verortet. Erstaunlich viele Farbnahmen kommen aus dem Sanskrit, erstaunlich viele Farben haben eine lange Geschichte. Coles zeigt Zusammenhänge zwischen Malstilen und Farbvorstellungen, die nur mit bestimmten Neuentwicklungen von Farbpigmenten möglich wurden. Wie in der Musik geht es um Farbvalenzen, Farbräumlichkeiten, Farbfamilienähnlichkeiten. Natürlich auch ein wenig um Chemie und wirtschaftliche Hintergründe als Anlässe zur Suche nach Ersatzpigmenten für Giftiges oder Seltenes. So gab es bis zum 13. Jhd. einen Mangel an Blau, im 19. Jhd. aber eine regelrechte Violetteuphorie. Orange wurde erst im 16. Jhd. entdeckt.

20191111_150249.jpgPigmente sind nicht lösliche, individuelle Farbteilchen, die in unterschiedlichen Malmitteln (Öl, Tempera, Acryl …) aufbereitet werden können. Ein Farbstoff hingegen ist ein vollständig lösliches Farbmittel.

Coles läßt mit wenigen Worten ganze Epochen vor uns aufscheinen, indem er ihre (aus unserer Sicht: reduzierte) Farbigkeit beschreibt. Aus einer ocker-schwarz-weissen Farbpalette entwickelt sich über ägyptisch-Blau, das Auropigment, dem arsenhaltigen Realgar (einem Orange) und dem Färberwaid (je nach Aufbereitung ein Gelb oder Blau) die Abildungsmöglichkeiten im Altertum. Viele weitere Entdeckungen sind erforderlich, um bei unserer viel- und starkfarbigen Palette anzukommen. Coles endet mit Ausblicken auf die Forschung, die sich mit Fluoreszenz, YlnMn-Blau und dem beinahe absolut lichtschluckenden Vantaschwarz befaßt.

20191111_150315Schließlich folgt ein Kapitel zur Farbherstellung, das mit wunderbaren Fotos den Prozess des Verfeinerns durch Vermahlen anschaulich werden läßt.

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Überhaupt: diese Fotos von Adrian Lander haben eine solche Sogwirkung, daß man mitunter das Lesen ganz vergisst. Das ebenfalls sehr gelungene Layout von Evi O Studio fördert diesen Eindruck. Randlose Fotos, helle Untergründe mit Schrift, dunkle Doppelseiten aus Foto und Kapitelüberschrift, grau unterlegtes Wissen geben diesem Buch insgesamt eine sehr hohe Konzentration.

Sehr stimmig schließt das Buch mit einer Reihe von Kunstwerken, die Farbe an sich zum Gegenstand haben.

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ABANDON I-III

 

 

mishappenings, misprints, misteriously deserted situations:

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3 Versuche zu verlassenenen Orten oder Gewohnheiten.

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Stimmungen und Realtitäten. Bzw. was wir davon für welches halten.

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UNBESTIMMTE ERSCHEINUNGEN

 

Fotografien von Ingar Krauss, Grafiken und Objekte von Christiane Wartenberg

25. Oktober 2019 bis 05. Januar 2020

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Am 24.10.2019 um 18.00 Uhr wurde die Ausstellung von Christiane Wartenberg, Ingar Krauss und Steffen Thiemann im Haus der Brandenburgisch-Preussischen Geschichte im Kutschstall in Potsdam mit einer Performance eröffnet:

3 Schauspieler/innen lasen simulatan aus »Vor dem Sturm« von Theodor Fontane. Sie führten damit die Besucher in die Nutzung der 7 Leseplätze ein, die jeweils aus einem Tischchen samt Künstlerbuch und Stuhl bestanden. Per Deckenspot sind diese jeweils mit einem eigenen Raum umgeben. Die Zuschauer bewegten sich zwischen diesen neu definierten Orten.

 

An den begrenzenden Wänden schwarz-weisse Fotos von Ingmar Krauss und digital überarbeitete schwarzweisse Kaltnadel mit Acryl-Übermalungen sowie 4 Kohle-Kreidezeichnungen von Christiane Wartenberg. Sie sind so angeordnet, daß man in Zickzacklinien durch den langgestreckten Raum geführt wird.

Zahlreiche Bezüge und Spiegelungen verdichten diesen Raum, der per Durchblick die Holzdruckstöcke und das mit diesen Druckstöcken gefertigte Künstlerbuch von Steffen Thiemanns mit dem Vorraum verbindet, die Leseinstallation mit Christiane Wartenbergs teilweise nicht zu öffnenden Büchern aus Lehm mit Blicken zu den umgebenden Bildern führt, die wie Fenster den Raum öffnen.

Ingar Krauss Aufnahmen zeigen einen märchenhaften Oderbruch, der nichts von einem Kriegsschauplatz hat – ausser vielleicht diese besondere nebelweiche Verlassenheit danach oder davor. Zusammen mit dem schwarzen Fussboden und den mattschwarzen Wänden entsteht für die Besucher der Eindruck des Abtauchens in ein Schätzkästchen.

Eine mehrfache Hommage an das Oderbruch und Fontane: die zum Lesen ausliegenden antiquarischen Fassungen von ‚Vor dem Sturm‘, die von Steffen Thiemann erdachten Charaktere des Romans, die bildlichen Widmungen an Pflanzen und beinahe zeitlose Stimmungen der Heimat der 3 Künstler. Das unveränderte Fortbestehen von Kriegen. Diese Ausstellung ist ein Ort, um genau hinzusehen, Fragen zu stellen.

 

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Die Bildhauerin und Objektkünstlerin Christiane Wartenberg und der Fotograf Ingar Krauss leben und arbeiten im Oderbruch. Dort spielt auch Fontanes erster Roman »Vor dem Sturm« (1878), ein Portrait der preußischen Gesellschaft zur Zeit der Befreiungskriege. Wartenberg und Krauss nahmen die erstaunlich aktuellen Motive des Werks zum Ausgangspunkt ihrer Arbeiten.

 

Im Dialog mit dem Roman und angeregt durch das bildhafte Vokabular Fontanes entstanden assoziative Grafiken, Wortbilder, Objekte, Künstlerbücher und Fotografien, die einen ungewöhnlichen Blick auf die Geschichte Brandenburgs ermöglichen und dazu einladen, seine Landschaften zu erkunden.

 

Gast in der Ausstellung ist Steffen Thiemann. Er begibt sich auf den „Holzschnittweg“ durch den Roman, um die mehr oder weniger unbestimmten Erscheinungen der dort auftretenden Personen in Portraits festzuhalten.

 

 

Christiane Wartenberg wurde 1948 in Magdeburg geboren. Seit ihrem Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Kunst in Berlin-Weißensee (1969 bis 1974) arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. Ausstellungen führten sie neben Berlin unter anderem nach Mexiko-City, Damaskus, Budapest, Tel Aviv, Warschau, Stuttgart, Aachen, Essen, Münster.
Sie ist Gestalterin und Herausgeberin von Künstlerbüchern zum Oderbruch. Dieser Lebensraum steht auch im Mittelpunkt der von ihr jährlich organisierten, interdisziplinären Ausstellungsprojekte auf ihrem Gehöft.  

Ingar Krauss wurde 1965 in Ost-Berlin geboren. Nach handwerklicher Lehre, Arbeit als Theaterhandwerker an der Berliner Volksbühne und als Betreuer in der Psychiatrie kam er Mitte der neunziger Jahre zur Fotografie. Seitdem war er an zahlreichen internationalen Ausstellungen beteiligt, wie in der Hayward Gallery, London; dem Musée de l’Elysée, Lausanne; dem Palazzo Vecchio, Florenz; und dem ICP in New York. Einzelausstellungen seiner Arbeiten gab es im Goethe-Institut Paris, dem Velan Center Turin, in der Kunsthalle Erfurt und der Guardini Stiftung Berlin. Veröffentlichungen u.a. bei Hatje Cantz, Thames & Hudson, Mondadori Electa, Kerber, Skira Editore und Hartmann Books.

Steffen Thiemann wurde 1966 in Cottbus geboren. Ausbildung zum Landvermesser. Lebt in Berlin und in der Uckermark. Er ist Autor des Henschel-Theaterverlags und schreibt Hörspiele, Libretti, Theaterstücke, Kurzprosa, Gedichte, Manifeste. Es gab zahlreiche Veröffentlichungen und Aufführungen seiner Werke, u.a. im ORB, NDR, RBB, MDR, Deutschlandfunk und in der Jungen Oper Berlin. Außerdem fertigt er Holz- und Linolschnitte zu literarischen Themen, zuletzt 2017 für die Akademie der Künste Berlin die Graphic Novel „Mord im Fahrstuhlschacht“ nach einer unveröffentlichten Kriminalgeschichte von Bertolt Brecht und Walter Benjamin.

 


zitiert nach: https://www.hbpg.de/ausstellungen/unbestimmte-erscheinungen.html

Dort finden Sie auch einen Flyer zum Herunterladen

EINTRITT FREI

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag bis Donnerstag 10–17 Uhr
Freitag bis Sonntag
und an Feiertagen 10–18 Uhr
Montag geschlossen

Heiligabend geschlossen
Silvester 10–16 Uhr
Neujahrstag geschlossen

 

Am Neuen Markt 9/Kutschstall (schräg hinter dem Filmmuseum)