GIFT – Sarah Bodman

 

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This is a lovely book Sarah Bodman send to me. It plays with the german-english languagerelation of the word ‚GIFT‘, and is accidentally related to my book Bremen-Bassum (see former blog).

I liked it because of the atmosphere of former household matters. A recipebook with personal statements. And because of the shortest way to describe relationships in these households – nearly without words. But only after talking to Sarah I understood the real meaning …

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So here comes our dialogue:

I am pleased you liked Gift, it is actually a history of Gesche Gottfried – each recipe is for each of the people she killed. I don’t know why she did what she did but it is sad all round.
Every recipe has butter in it (the colour of the cover) which is where she would hide the poison.
I cooked every dish so I could photograph them and then fed it to my friends (without poison obviously), I didn’t tell them until afterwards but they know my interests so weren’t surprised.
So it is a gift – but as you will know, gift also means poison.    Sarah

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Uhhh, this is a nasty turn.
But even more conving.
I will never eat butter again without thinking:
maybe you should not have told me…C

Ha ha, I am sure you will only eat good butter. Consider it a study in psychology, at a time when women had no freedom to choose how they lived. Have a good day too and don’t have nightmares!  Sarah

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https://www.stern.de/gesundheit/gesche-gottfried–wie-der–engel-von-bremen–zur-giftmoerderin-wurde-8194358.html?utm_campaign=&utm_source=email&utm_medium=mweb_sharing
„Es ist wohl mehr Trieb als Absicht“: Wie der „Engel von Bremen“ zur Giftmörderin wurde. „Gesche Gottfried kümmerte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufopfernd um ihre kranken und sterbenden Liebsten. Als „Engel von Bremen“ machte sie sich einen Namen – bis sie als Giftmischerin überführt wurde. 15 Menschen hat sie getötet. “

 

Thank You, Sarah!

 

 

 

Bremen – Bassum

Stadtgeschichte + Frauentypische Lebenslinien

(Zusammenstellung Focke Museum 2016), Holzschnitte und Zeichnungen

 

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ein Doppelheft im Format 30/40 cm

als Prozessbegleiter mehrerer Arbeitsaufenthalte

 

 

Buchbinden im japanischen Stil

 

20190928_103002.jpgPetra Paffenholz     Buchbinden im japanischen Stil    (Bern 2019)

 

 


Das Buch von Petra Paffenholz kann sich nicht entscheiden, was es eigentlich sein möchte: eine Art Liebeserklärung einer Japanbegeisterten, eine oberflächliche Stilkunde japanischer ästhetischer Haltungen oder ein Anleitungsbuch für schöne Geschenke. Von allem etwas ist in seinen 4 Kapiteln zu finden:


 

 

I Basiswissen Buchbinden

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jap. Bindung P. Paffenholz

II jahreszeitlich nach Farben sortierte Ideensammlung

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jap. Bindung P. Paffenholz

III Besuch von Geschäften mit Papieren und Künstlerbedarf (zumeist in Tokyo)

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jap. Bindung P. Paffenholz

IV Anhang mit Stickmustern und Bindeschablonen (auch also download verfügbar)

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jap. Bindung P. Paffenholz
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jap. Bindung P. Paffenholz

 

Das Seitenlayout ist wie immer im Hauptverlag angenehm gestaltet, wenn auch die Textblöcke mitunter Pfeile brauchen, um die Bezüge zu den umgebenden Bildern zu klären. Die Fotos und Illustrationen – auf die smilies hätte ich verzichten können – von Frau Paffenhof sind ebenfalls schön anzusehen, die Bindeanleitungen anschaulich erläutert. Es gibt einige kl. Exkurse ins Marmorieren, Collagieren, Nähen oder Batiken. Marmorieren liess sich im Selbstversuch nicht nachstellen. Die Musterblätter jedoch eignen sich zum Sticken und Maschinenähen.


Insgesamt ein Coffeetablebuch, um hübsche Anregungen zu sammeln, die Texte sind weniger gelungen. Mir scheint die Japanreise der eigentliche Buchanlaß zu sein, davon gibt es begeisterte Berichte und atmosphärische Fotos. Die Bezugsquellen und Reiseinformationen sind beeindruckend oberflächlich. Die vorgestellten Bindearten sind nur dekorative Varianten der wohlbekannten japanischen Bindung, die gleich zu Beginn vorgestellt wird.


Wer gern in schönen Materialien und Farben badet, wird dieses Buch mögen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VIELFALTER – Grafik von augen:falter

Am Samstagnachmittag eröffnete die Galerie Sonnensegel in Brandenburg/ Havel die Ausstellung VIELFALTER der Künstlerinnengruppe augen:falter. Das Foto zeigt den Galerieleiter, Herrn Frohl, während seiner kurzweiligen Rede zusammen mit vier augen:faltern im Keramikatelier der Galerie.

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Die 2008 gegründete Gruppe besteht aus acht Absolventinnen der Studienbereiche Illustration oder Freie Grafik der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst.

Katja Zwirnmann

Petra Schuppenhauer

Franziska Neubert

Nadine Respondek

Inka Grebner

Urte von Maltzahn-Lietz

Julia Penndorf

Gerlinde Meyer

Jede von ihnen hat eine distinkt eigene Handschrift, mal mehr malerisch, mal mehr linienbetont, erzählerisch dicht, mit Comicentlehnungen … sie sind auch beruflich unterschiedlich orientiert, aber einmal im Jahr entsteht ein gemeinsames Projekt: eine Mappe oder ein Buch, grafische Arbeiten zu einem Überthema, meist anhand eines literarischen Textes. Fünf dieser Gemeinschaftsarbeiten sind im Sonnensegel zu sehen. Dazu viele kleinere Drucke und Karten in unerwarteten Farbkombinationen: wunderschön.

Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 8.00 -17.00 Uhr geöffnet,

freitags von 8-14.00 Uhr, und läuft noch bis zum 21. Februar 2020.

Gotthardtkirchplatz 4/5   147700 Brandenburg   03381 522837


Offenbar wird 2020 ein gemeinsames Leporello entstehen (Thema noch geheim!), das im Druckladen der Galerie Sonnensegel gefertigt wird. Auch hier: für eigene Projekte hat jede der Künstlerinnen eigene Werkstätten und Ateliers zur Verfügung, gemeinsame Werke entstehen anderenorts.


Nadine Respondek wird im November auf der artbookberlin vertreten sein.