Tag des offenen Ateliers in Potsdam

 

Am 5.5.2019 hatten etliche Künstler in Potsdam und Umgebung wieder ihre Ateliers von 11.00 -18.00 Uhr geöffnet.

Das Kulturbüro bot eine Bustour mit Tina Flau, selbst Potsdamer Buchkünstlerin, an.

Frau Flau hatte im Vorfeld 5 Künstler im Norden Potsdams besucht und stellte sie uns während der Fahrt kompetent vor. Die Zeit in den Ateliers war trotzdem meist zu knapp. Aber diese Auswahl ergab am Ende einen beeindruckend runden Eindruck: selten erfuhr ich in kurzer Zeit so viel über verschiedene künstlerische Annäherungen und Techniken. Großartig war der Abschluß im Künstlerbuchkabinett von Mike Bruchner: ein Riesentisch voller Künstlerbücher. Und alle durften selbst geblättert werden!

Hier eine kurze Vorstellung:

 

KATRIN NEUBERT – Keramik

Katrin Neubert arbeitet als Künstlerin an der Grenze zwischen Biologie und Spiel, Installation und Nutzgegenständen.

 

CHRISTIAN FLEMING & WOLF-DIETER PFENNIG

zeigten in wunderschönem Garten und selbstgebautem Atelier dichtgedrängt Gebrauchsgraphik, Plakatkunst, Graphik und Malerei. Leider scheine ich im Atelier kein Bild gemacht zu haben …

 

ATELIER IN DER REMISE

Im Atelier in der Remise haben sich Kornelia Dannenberg-Zwanziger und Ralf Zwanziger beeindruckende Arbeitsräume geschaffen: auf 2 Etagen vielfältig miteinander verbunden und durch Lager und WC getrennt zugleich. Auch hier mit Gartenzugang. Idyllisch. Gezeigt wurde Malerei und Zeichnung von gegenständlich bis abstrakt.

 

SUSANNA TARAS

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ist bekannt für ihre Knüpfarbeiten. Auch sie befasst sich intensiv mit der Natur, zumeist mit Pflanzen in Übergrösse, aber maßstäblich. Die Teppiche im Vordergrund sind eher Ausnahmen: geometrische Figuren, auch weisen die Neonfarben auf die verwendeten Kunststoffgarne hin, während Susanna Tars sonst selbstgefärbte Wollgarne bevorzugt.

 

MIKE BRUCHNER

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Hier ein Blick in den opulent mit Kunstwerken bestückten Raum. Ungeheuer anregend und vielfältig. Mike Bruchner zeigte zeitgleich in getrenntem Atelier Malerei.

Das besuche ich dann nächstes Mal.

 

 

Springtimeproject – ein Leporello

 

 

 

 

Eine Fingerübung zum Thema Leichtigkeit, Licht und Wachsen. Pflanzendrucke, Zeichnungen, Gouache, Linolschnitt. Holzstempelbuchstaben. Kleine handschriftliche Gedankenfragmente zu Lebenslinien und -annahmen. Inklusive dem Versuch, Buchstaben ins Bildgeschehen zu integrieren. 100 % Handarbeit.

 

 

 

 

 

Odine Langs ‚FOLIA‘ in Wolfenbüttel

Von der Ausstellungseröffnung am 9.5.2019 18.00 Uhr

Endlich eine Ausstellung der Arbeiten der Aachener Künstlerin in der Wolfenbütteler Herzog August (HAB) Bibliothek!

VERLÄNGERT BIS 13.10.2019 !!!

 

 

Odine Lang versteht Bücher als Erkundungsräume und hat sich entsprechend mit den Räumen der Bibliotheca Augusta auseinandergesetzt: der symmetrischen Augusteer-halle, allseits mit wunderbaren Büchern bestanden, aber in der Mitte leer; mit den einzelnen Vitrinen und der parallel laufenden Ausstellung ‚ausdrucksvoll‘.

Herausgekommen ist etwas, was der Leiter der HAB, Herr Prof. Burschel, in seiner Rede als Hybridisierung beschreibt: ein vorsichtiges Annähern an das Vorhandene, was aber nicht ohne Auswirkungen bleibt und neue Mischformen erzeugt. Frau Langs Arbeiten finden sich an unerwarteten Stellen im Dialog mit historischen Büchern in den Vitrinen wieder, bieten sich großzügig zum eigenen Blättern an und zeigen uns an scheinbar pflanzlichen Objekten unablässig, wie Form weitere Formen generiert. Vom Mandel- zum Pinienkern führt uns eines der Bücher. Metamorphosen der eigenen Art, mit Augenzwinkern und trotzdem quasi zwangsläufig.

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Im Gespräch mit Sarah Kuschel, Programmleiterin Kunst der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, an der Odine Lang regelmäßig unterrichtet, entwickelt Frau Lang anhand von Bildern nicht ausgestellter Kunstwerke ihre Arbeitstechniken. Technisch handelt es sich um Forschungen zum Buch – aber: kein einziges sieht so aus wie die Bücher in den Regalen ringsum, nur wenige von Odine Langs Buchobjekten verwenden Text – und doch: sie versteht es, die Ähnlichkeiten zum gewählten Bezugsmedium Buch auch in ihren skulpturalen Arbeiten sichtbar zu machen. Eine Zeitlichkeit des Entdeckens, das Vorhandensein einer festeren Aussenhaut und ein zu schützendes Inneres, eine Art immanente Entwicklungsgeschichte.

20190509_183812Die Bücher erzählen von Neophyten und deren Überwältigungsstrategien, von Frau Langs eigenen Versuchen, sich die neue Umgebung über deren Vegetation zeichnerisch anzueignen. Im Malerbuchkabinett finden Pflanzen Metamorphosen in kleineren Faltbüchern und Leporellos statt, vielfältigste Formen auch hier, auf Küchenkrepp, als Abdrucke und Palimpseste, eine große Materialvielfalt bei einer reduzierten Farbigkeit zwischen braun und cremeweiß bindet die Verschiedenartigkeiten zusammen.

 

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Braun und cremeweiß ist auch die pflanzenartige Skulptur, die nun mitten in der Augusteerhalle vor der dunklen Decke leuchtet und einen Ort zum Gespräch ausweist.

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Odine Langs Arbeiten sind zur Zeit auch in Köln, Almelo und in Aachen zu sehen: Künstlerbücher und Rauminterventionen.

Mehr unter http://www.odinelang.de/aktuelles.html

 

 

FOLIA läuft bis 4.August in der Herzog August Bibliothek Lessingplatz 1 in Wolfenbüttel

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Odine Langs Pflanzen kann man beim Wachsen zusehen copyright Foto Constanze Kreiser 2019

Di-So von 10-17 Uhr geöffnet – absolut sehenswert

VERLÄNGERT BIS 13.10.2019 !!!

 

 

SW>Y>PE ::: V, VI und VII

 

researching on one-dimensional communication in digital answering machines

 

SW>Y>PE ::: V

SW>Y>PE TOUCH I

TOUCH I is all about haptics and hygenics, surrounding the body’s borders. The wish for physical contact, ensurance, warmth and the non-touching society rules neglecting the body are opposed.  The limited possible actions with a digital answering/vending machine are frustrating. Dark layers of roughness prevail under and above the transparent glasses of enlightenment.

 

 

 

 


 

SW>Y>PE :::  VI und VII

 

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C.kreiser 2019 SWYPE

putting the data exchange closer to the body: skin contact chains

 

SW>Y>PE TOUCH II and III

Chains for the daily wear, not to be opened, to ensure a permanent contact. The man-machine interface is working ist way closer to the body, even into it, comiing nearer and nearer to the brain to make the vision of thought control come real. Improvement of mankind aswell.

Brain-enhancement by chemistry will be followed by digital devices. The chains are bi-directional: they may do the wearer some good, but they also (and much better so) serve undefinded others. Beauty and horror are intermingled.

 

 


Taking part in a conceptual project of Caren Florance about swiping technologies:

Write me a script for the zine. Send me your script with instructions as to pagination, and let me know if there’s a special spot on a page where something particular should go. If you’d prefer, I can send you the digital file and you can interact with the pages directly using Photoshop or any other graphic software, then send them back to me. Once you have participated, I will send you the link to the other contributions. You will also receive five physical copies (and you can buy more very cheaply). I am planning to create a web version where people can click in and out of the various versions. Of course, the other participants and their versions are out in the open now, but everything else still stands.