Ich lese gerade XVI …

Wallace Stegner – Die Nacht des Kiebitz (München 2009)


Wallace Stegner once said about his writing, „In fiction I think we should have no agenda but to tell the truth.“ Stegner’s prose has inspired generations of Americans to seek their own truth. In The Geography of Hope, A Tribute to Wallace Stegner, written by his friends, colleagues, and his son, Page Stegner, we sense a far greater resonance than a mere collection of memorial applause. „It is a book about what one man has taught us, by his example, about the accountable life; a book about what it means to be a responsible, loving, thoughtful, constituent of the human race. That is the only way he would have it.“

Wallace Stegner was born on February 18, 1909 in Lake Mills, Iowa. Over a 60 year career he wrote 30 books. Among the novels are, The Big Rock Candy Mountain, 1943; Joe Hill, 1950; All The Little Live Things, 1967 (Commonwealth Club Gold Medal); Angle of Repose, 1972 (Pulitzer Prize); The Spectator Bird, (National Book Award), 1977; Recapitulation, 1979; Collected Stories, 1990, and Crossing to Safety, 1987. The nonfiction includes Beyond the Hundredth Meridian, 1954; Wolf Willow, (A History, A Story, and a Memory of the Last Plains Frontier), 1962; The Sound of Mountain Water, 1969; Where the Bluebird Sings to the Lemonade Springs: Living and Writing in the West, 1992, a collection of essays that earned him a nomination for the National Book Critics Circle award.

https://wallacestegner.org/bio.html

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Spuren Achsen Richtungen  C.Kreiser

 

„Die Nacht des Kiebitz“ von Wallace Stegner ist eine subtile Ehestudie: » der glänzende Roman einer womöglich gar glücklichen Ehe.« sagt Wieland Freund dazu in der ›Literarischen Welt‹

Der ehemalige Literaturagent Joe Allston und seine Frau gehen auf sehr verschiedene Art mit dem Altern bzw. der Zeit nach dem Berufstätigsein um. Sehr präzise beschreibt Stegner die Mechanismen, die innerhalb langjähriger Beziehungen Steuerungsfunktion übernommen habeb, das gegenseitige Durchschauen auch guter Absichten des Gegenübers, die wenigen Reste von Privatheit, die hier in drei Tagebuchheften eines Europaaufenthaltes von 20 Jahren bestehen und sich Stück für Stück Raum in der Jetztzeit erobern, während sich der Alltag zunehmend von Freunden und Freuden entleert.

Sehr fein erzählen die Tagebuchhefte eine Begegnung mit einer desolaten dänischen Adelsfamilie, die in in sich eine geschlossene Erzählung sein könnte, inkl. der Begegnung mit Karen Blixen, die aber ihre Sprengkraft jetzt entfaltet, weil die beiden Ehepartner den mehrwöchigen Rekonvaleszenzbesuch unterschiedlich erinnern. Und dieses an den Grenzen des Fremden im Wohlvetrautesten kratzen, dies Hin- und Herschwingen zwischen Nähe und Distanz der Ehepartner zu beschreiben, fällt bei Stegner sehr genau und vollkommen unaufgeregt aus, jede der gewählten Alltagsituationen zu beschreiben.

 

 

 

 

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