Museum Junge Kunst in Frankfurt/Oder

Am 18.112018 wurde die Ausstellung Real POP 1960-1985 des brandenburgoischen Landesmuseums für Moderne Kunst in der Rathaushalle Frankfurt/Oder eröffnet.

Malerei und Grafik zwischen Agit Prop und kapitalistischem Realismus

lautet der Untertitel. Eine erstaunlich homogene Mischung künstlerischer Positionen aus den sechziger Jahren der DDR und BRD: Ticha und Klapheck, Almut Heise und Erika Stürmer-Alex, Bettina von Arnim und Gerhard Richter und viele mehr hängen durchaus passend nebeneinander. Dazu ein grösseres Konvolut von Wasja Götze, erstaunliche Arbeiten von Ruth Wolf-Rehfedt, etwas Sigmar Polke.

Sehenswert.

 

Noch bis 17.2.2019    Di – So 11.00-17.00 Rathaushalle Frankfurt/Oder

 

 

 

Feuer UND/ODER Wasser

 

 

Rauminterventionen Constanze Kreiser in der Galerie B/ Haus der Künste in Frankfurt/Oder

Ausstellung Constanze Kreiser 15.11.-13.12.2018 in der Galerie B in Frankfurt/Oder

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Fotos und Überarbeitungen Constanze Kreiser in der Galerie B in Frankfurt/Oder

 

Der Frankfurter Kunstverein hat Constanze Kreiser für einen Ausstellungs- und Arbeitsaufenthalt im Projekt „Regenerativverfahren“ ausgewählt. Vom 15.11.-13.12. 2018 wird sich die Künstlerin mit dem Thema Stoffwandel auseinandersetzen. Paracelsus Vorstellungen zum Körperstoffwechsel sind dafür der Ausgangspunkt. Aufnahmen der Oder werden alchemistischen Verfahren mit Wasser und Wärme ausgesetzt. ‚Feuer Und/Oder Wasser‘ zeigt als work in progress diese Wandlungsprozesse, die ab dem 15.11. in der Galerie öffentlich ablaufen werden. Die Ergebnisse der unterschiedlichsten Einwirkungen werden am 13.12.2018 um 19.30 Uhr in einer Finissage präsentiert.

 

 

‚Feuer und/Oder Wasser‘

Constanze Kreiser

15.11. – 13.12.2018
Di – Fr, 14 -18 Uhr,
Galerie B, Haus der Künste, Lindenstr. 4, Frankfurt/Oder

Kleist Museum Frankfurt/Oder

Kleist wurde wahrscheinlich am 18.10.1777 in Frankfurt/Oder geboren und ist in Berlin am 21.11.1811 gestorben. Das einzige Kleist-Museum weltweit steht in Frankfurt/Oder.

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Es ist zwar nicht sein Geburtshaus, das ist abgebrannt, aber die ehemalige Garnisonsschule befindet sich durchaus in ähnlicher Lage. An einen barocken Altbau in Odernähe gliedert sich ein Betonkubus an, der neue Eingang ins Museum. Über einem Glasgang im Obergeschoss wird man in den Altbau geführt. Auf dem kurzen Weg erblickt man sowohl die Oder als auch die Marienkirche, man nimmt also die Stadt Frankfurt mit hinein in die kurze Lebensgeschichte Heinrich von Kleists, die von grosser Unruhe geprägt ist: immer neue Versuche der Bildung, viele Reisen, viele Berufe, Bewerbungen, Zeitschriftenversuche und Buchveröffentlichungen

Eine wunderbare luzide Darstellung vom Schreiben als – auch optischen – Auswahl-prozess leitet im Obergeschoss des Neubaus in das Thema ein. Es folgt ein dunkler Hörwald mit eingelesenen Kleisttexten. So vorbereitet wird im Altbau Kleists Leben anhand der von ihm besuchten Orte skizziert. Schön die Weiterbildungsversuche an seiner ersten Verlobten, die schriftlich stattfand; Erörterungen Wilhelmine von Zenges wurden von Kleist korrigiert. Etwas überinstrumentiert erschien mir das raumbildliche Waldstück des gemeinsamen Selbstmordes von Kleist und Henriette Vogel am Wannsee, wo heute ein entsprechendes Denkmal steht, alles an vorgestelltem Hör- und Lesematerial ist jedoch sehr anschaulich präsentiert.

Eine Sonderausstellung zum Bettelweib von Locarno rundet die möglichen Zugangsebenen zu Kleists Werk ab.

 

 

 

Ich lese gerade XVI …

Wallace Stegner – Die Nacht des Kiebitz (München 2009)


Wallace Stegner once said about his writing, „In fiction I think we should have no agenda but to tell the truth.“ Stegner’s prose has inspired generations of Americans to seek their own truth. In The Geography of Hope, A Tribute to Wallace Stegner, written by his friends, colleagues, and his son, Page Stegner, we sense a far greater resonance than a mere collection of memorial applause. „It is a book about what one man has taught us, by his example, about the accountable life; a book about what it means to be a responsible, loving, thoughtful, constituent of the human race. That is the only way he would have it.“

Wallace Stegner was born on February 18, 1909 in Lake Mills, Iowa. Over a 60 year career he wrote 30 books. Among the novels are, The Big Rock Candy Mountain, 1943; Joe Hill, 1950; All The Little Live Things, 1967 (Commonwealth Club Gold Medal); Angle of Repose, 1972 (Pulitzer Prize); The Spectator Bird, (National Book Award), 1977; Recapitulation, 1979; Collected Stories, 1990, and Crossing to Safety, 1987. The nonfiction includes Beyond the Hundredth Meridian, 1954; Wolf Willow, (A History, A Story, and a Memory of the Last Plains Frontier), 1962; The Sound of Mountain Water, 1969; Where the Bluebird Sings to the Lemonade Springs: Living and Writing in the West, 1992, a collection of essays that earned him a nomination for the National Book Critics Circle award.

https://wallacestegner.org/bio.html

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Spuren Achsen Richtungen  C.Kreiser

 

„Die Nacht des Kiebitz“ von Wallace Stegner ist eine subtile Ehestudie: » der glänzende Roman einer womöglich gar glücklichen Ehe.« sagt Wieland Freund dazu in der ›Literarischen Welt‹

Der ehemalige Literaturagent Joe Allston und seine Frau gehen auf sehr verschiedene Art mit dem Altern bzw. der Zeit nach dem Berufstätigsein um. Sehr präzise beschreibt Stegner die Mechanismen, die innerhalb langjähriger Beziehungen Steuerungsfunktion übernommen habeb, das gegenseitige Durchschauen auch guter Absichten des Gegenübers, die wenigen Reste von Privatheit, die hier in drei Tagebuchheften eines Europaaufenthaltes von 20 Jahren bestehen und sich Stück für Stück Raum in der Jetztzeit erobern, während sich der Alltag zunehmend von Freunden und Freuden entleert.

Sehr fein erzählen die Tagebuchhefte eine Begegnung mit einer desolaten dänischen Adelsfamilie, die in in sich eine geschlossene Erzählung sein könnte, inkl. der Begegnung mit Karen Blixen, die aber ihre Sprengkraft jetzt entfaltet, weil die beiden Ehepartner den mehrwöchigen Rekonvaleszenzbesuch unterschiedlich erinnern. Und dieses an den Grenzen des Fremden im Wohlvetrautesten kratzen, dies Hin- und Herschwingen zwischen Nähe und Distanz der Ehepartner zu beschreiben, fällt bei Stegner sehr genau und vollkommen unaufgeregt aus, jede der gewählten Alltagsituationen zu beschreiben.

 

 

 

 

Ambitus. Kunst und Musik heute

AMBITUS ist der vom höchsten bis zum tiefsten Ton gemessener Umfang einer Melodie, einer Stimme, eines Instruments.

Die Ausstellung Ambitus im Kunstmuseum – Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg befasst sich mit den Grenzen zwischen Musik und Kunst, dadurch zwangsläufig auch mit Bewegung. Entweder per bewegtem Bild oder indem sich der Betrachter zu Fuss oder auch mit dem Rad durch den Raum, auch den Stadtraum bewegt.

Die Ausstellung hat also etwas Experimentelles, das sich von verschiedenen Seiten dem Thema nähert und etwa mit den Sonic Bikes von Kaffe Matthews zum Mittun auffordert. Meine Lieblingsbeiträge anbei.

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AMBITUS. Kunst und Musik heute

08.09.2018 – 06.01.2019 | Kunstmuseum – Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg

Es werden ortsbezogene Arbeiten von Candice Breitz, Christina Kubisch, Ute Pleuger, Richard T. Walker, Brian Eno und anderen vorgestellt.