SHOWCASE – Jetzt hingehen zur Ausstellung der BSB Künstlerbücher !

Ausstellung 20. Sept. 2017 – 7. Jan. 2018

Ausstellungsplakat | © BSB
Ausstellungsplakat | © BSB

Künstlerbücher aus der Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek.

Unter dem Titel SHOWCASE zeigt die Bayerische Staatsbibliothek 70 ausgewählte Exponate ihrer seit 1915 gezielt aufgebauten, thematisch vielfältigen und international hochrangigen Sammlung von Künstlerbüchern.

SHOWCASE verweist auf die für eine Ausstellung in dieser Bibliothek charakteristische Präsentation der Bücher in Vitrinen. Der Titel lässt auch anklingen, dass diese zeitgenössischen Kunstwerke zum Zeigen und zum Blättern, somit als „Show“, gesammelt werden, aber auch als „Case“, exemplarisch im Sinn des gezielten Ausbaus einer für eine wissenschaftliche Universalbibliothek besonderen Sammlung.

SHOWCASE setzt sich zum Ziel, die Dynamik und vielfältige Aussagekraft dieser Bücher, die Künstler bewusst als ihre Ausdrucksform wählen, wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Sie zeigt, wie unterschiedlich Künstler das Medium Buch einsetzen, wie verschieden Künstlerbücher aussehen, wie sie in Aufmachung, Materialität und Wert differieren. Kostengünstige Herstellung und Massenware können ebenso ein Künstlerbuch sein wie kostspielige, bibliophil anmutende Bücher. Die Künstler verfolgen mit ihren Ideen und neuen Lösungen nicht nur ästhetische Ansprüche. Sie wenden sich in neuer Sprache und neuen Darstellungsformen an die Gesellschaft, auch mit politischen Zielsetzungen. Ihr Drang zum Ändern drückt sich auch in der Subkultur der Comics und Zines aus.

Emil Siemeister: Die Sieben Bußpsalmen, 2016 – 2017 | BSB/2 L.sel.III 493 © Emil SiemeisterEmil Siemeister: Die Sieben Bußpsalmen, 2016 – 2017      |       BSB/2 L.sel.III 493 © Emil Siemeister

 

Ich lese gerade … VI

Tomas Espedal     –    Biografie, Tagebuch und Briefe    (Berlin 2017)


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Eine lose Folge von autobiografischen Notizen. Die Texte kreisen – teilweise in Gedicht-, teilweise in Briefform – um Liebe und Sterben, Boxen und Schreiben. Es geht um innere Zustandsbeschreibungen. Sehr genau und doch mit Abstand erzählt der Norweger Tomas Espedal von seinen Empfindungen und Gedanken während er kurz hintereinander am Sterbeprozess zweier nahestehender Menschen teilnahm. Er beschreibt Schwebepositionen zwischen Denken und Fühlen. Ein Sich-Gewöhnen an Verändertes, das Wieder-Herausfallen aus dem Gewöhnen. Die Öffnung für andere Lebenswege, die ihm daraus erwächst. Das Verfestigen seiner Selbst im Schreiben, das seine ganze Person bestimmt. Einen eigenen Raum braucht, die Ereignisse umformt in Sprache. Ein fremdes Erleben.


Die Sammlung Hartmann in Hannover

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VERLÄNGERT bis zum 29.3.2018 zeigt die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover wunderbare Beispiele aus der Sammlung Hartmann, die sich mit dem Zusammenspiel von Text und Kunst befassen. Einen Schwerpunkt bilden dabei niedersächsische Autoren. Als dritte Kunstform kommt die Buchbinderei hinzu: für alle Autographen wurden passende Kassetten gefertigt. Klein, aber sehr sehenswert!

Mo-Fr. 9-19 Uhr, Sa 10-15 Uhr Waterloostr. 8

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Dialoge und Kassetten – die Sammlung Hartmann

 

 

 

 

 

Ich lese gerade … V

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Berlin im Winter 2017

 

Stefan Martinez von Ulrich Peltzer (Ammann Verlag Zürich 1991)


Ein Berlinroman. Ein dicker Berlinroman von 1991, einer verflossenen Zeit, die selbst mir, die ich sie in Berlin verbracht habe, so endlos lange vorbei zu sein scheint, daß die Verwunderung über das Vergangene das Interesse an der Handlung überwiegt.

Diese allerdings macht einem das Lesen nicht leicht. Einzelne Wörter, unvollständige Sätze, abgelenkte Beobachtungen, Gedankenströme – alles sehen wir durch die Augen der Hauptfigur Stefan Martinez, der sich zwei Tage lang zwischen seiner Arbeit in einem Architekturbüro und der Wohnung seiner Freundin durch das alte Westberlin treiben läßt. Ein Schöneberg der Brachen, der Punks und Freaks, wo türkische Geschäfte und Restaurants für ein Höchstmaß an Fremdheit stehen.

Ich scheine mir der gleiche zu bleiben;
aber im dauernden Auf und Ab der Dinge,
die in mich eingehen und mich verlassen,                                                            bin ich in jedem Zeit-Moment ein anderer.
Giambattista Vico

So lautet das dem Text vorgestellte Motto, das die Schreibhaltung Peltzers so gut zusammenfasst, daß ich mir nach 85 Seiten die restlichen 500 nicht mehr erarbeiten mochte. Wie für seine Vorbilder Proust und Joyce braucht auch der Leser Peltzers viel Geduld, um schließlich doch immer wieder kleine, feine Entdeckungen zu machen.

 

einszueins – Kunst in der køniglichen Backstube

Johanna K Becker im Gespräch mit Tine Schumann

zu ihrer Arbeit ‚land flucht‘ / einszueins (5)

 

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Samstag / Saturday, 09. Dezember 2017   19.15 Uhr /  7.15 pm

Die Ausstellung ist bis zum 22. Dezember zu sehen / exhibition until December 22nd.

 

einszueins – Kunst in der køniglichen Backstube / art at kønigliche Backstube

ist ein Projekt von / is a project of Kati Gausmann

kønigliche Backstube

Zwiestädter Straße 10

12055 Berlin

Mo – Fr: 09 – 19 Uhr

Sa: 08 – 14 Uhr

 

mehr /more info

www.einszueinsblog.wordpress.com

www.tine-schumann.de

www.johanna-k-becker.de

www.kati-gausmann.de